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Das Meer im Taschenformat - Nano–Meerwasseraquaristik
Die schillernden Farben und Formen der Tiere des Meeres haben Menschen schon immer fasziniert. Korallenriffe sind sensible Ökosysteme von einzigartiger Schönheit. Dank moderner Technik und einem gewachsenen Verständnis ist es heute möglich ein eigenes kleines „Miniriff“ sein Eigen zu nennen.
In der Vergangenheit hatte die Meerwasseraquaristik den Ruf kompliziert und teuer zu sein. Heute wird jedoch kein mehrere hundert Liter fassendes Aquarium mehr benötigt um ein stabiles und gesundes Meerwasseraquarium zu pflegen, heute können mit Hilfe von moderner Technik und gewachsenem Wissen schon aus Behältnissen mit nur wenigen Litern Inhalt zauberhafte Nanoriffe entstehen.
Was also braucht man alles um ein Nano-Meerwasseraquarium zu pflegen? Wir möchten Ihnen nachfolgend die Komponenten für den erfolgreichen Betrieb vorstellen.
Das Aquarium:
Ein hochwertiges Standard-Glasaquarium ist völlig ausreichend für den Start in das Abenteuer „Miniriff“, natürlich können Sie aber auch ausgefallenere Behältnisse wählen wie z.B. Säulen oder Aquarien mit gebogener Frontscheibe. Aquarien und dazu passende Unterschränke hat jeder Kölle-Zoo Fachmarkt immer in großer Auswahl im Angebot.

Die Beleuchtung:
In den natürlichen Korallenriffen sorgt die Sonne für eine intensive und ausreichende Beleuchtung, im künstlichen Riff schafft man mit einer entsprechend starken Lichtquelle die Ausgangsbedingung für ein gesundes und wachsendes kleines Biotop. Als Faustregel gilt 1 Watt Licht pro 1 Liter Wasser. So ausgestattet werden selbst die lichthungrigsten Korallen zufrieden sein. Wer allerdings nicht gleich zu Beginn allzu sonnenhungrige Korallen pflegen will kann auch mit etwas weniger Lichtleistung beginnen.
Grundsätzlich hat man bei der Wahl der Beleuchtung 3 Möglichkeiten – T5 Leuchtstoffröhren, HQI Leuchten und ganz neu, LED Lampen. Mit jeder dieser 3 Beleuchtungsarten lässt sich ein Nanoriff optimal beleuchten, über die genauen Details jeder Möglichkeit informieren Sie unsere Kölle-Zoo Mitarbeiter gerne ausführlich!
Die Filterung:
Im Gegensatz zur Süßwasseraquaristik werden in der Meerwasseraquaristik keine Innen- oder Außenfilter verwendet. Die meisten Salzwasseraquarien werden nach dem folgenden Prinzip „gefiltert“:
- Eiweißabschäumer
Ein Gerät, dass mittels kleiner Luftblasen die Schadstoffe (Nitrat und Phosphat) im Wasser in einen Topf befördert – Sie müssen nur noch von Zeit zu Zeit den Topf leeren.
- Lebende Steine
Steine, die direkt aus dem Meer kommen und von einer Vielzahl an Organismen bewohnt werden. Millionen von Bakterien bereiten das Wasser biologisch auf und sorgen für den Abbau von Schadstoffen.
Neben dieser Art der Wasseraufbereitung gibt es noch eine Viehzahl an anderen Möglichkeiten. Allerdings hat sich dieses so genannte „Berliner System“ gerade für Nanoaquarien sehr bewährt.

Strömung:
Im Ozean sorgen starke Wellenbewegungen dafür, dass den Korallen – die an Ihren Standort gebunden sind – ständig neue Nährstoffe zur Verfügung stehen und Verunreinigungen abtransportiert werden. Im künstlichen Riff erfüllt die Strömung darüber hinaus noch eine zweite Aufgabe. Sie sorgt dafür, dass der entstehende Mulm (z.B. durch Futterreste) zu den Lebenden Steinen transportiert wird und dort von Millionen Bakterien abgebaut wird. Als groben Näherungswert sollte die Leistung der Strömungspumpen den Aquarieninhalt circa 15 bis 20 mal pro Stunde umwälzen. Mittlerweile gibt es spezielle „Nano-Pumpen“ die eine gleichmäßige und ideale Strömung im Nanoriff gewährleisten.
Selbstverständlich unterstützen Sie unsere Kölle-Zoo Mitarbeiter gerne bei der Auswahl der Komponenten für ihr kleines Miniriff – fragen Sie einfach!
Einrichtung:
Haben Sie alle Komponenten beisammen kann es losgehen mit dem Abenteuer Nanoriff! Zunächst ist ein Standort für das Aquarium zu wählen – wichtig ist, dass das Becken eine stabile Unterlage hat und sicher und gerade steht. Ist ein Platz gefunden können die technischen Geräte wie Abschäumer und Strömungspumpen im Aquarium installiert werden.
Nun beginnt der kreative Teil der Einrichtung – mit Lebenden Steinen, Korallensand und dem vorbereiteten Meerwasser wird der Startschuss für das Biotop gelegt. Als Erstes sollten Sie das Aquarium mit Salzwasser befüllen, da noch keine Tiere im Aquarium sind können Sie einfach Süßwasser ins Aquarium geben und anschließend mit einem guten Markensalz in Meerwasser verwandeln. Das Ausgangswasser sollten Sie zuvor über eine Osmoseanlage filtern um Schadstoffe aus dem Wasser zu ziehen die später unerwünschte Algenbeläge fördern können. Alternativ bietet sich gerade bei kleineren Becken auch die Verwendung von destilliertem Wasser als Basis an. Ebenso gibt es in jedem Kölle-Zoo auch „fertiges“ Meerwasser zu kaufen – was die wohl unkomplizierteste Methode ist zu starten.
Anschließend können Sie mit dem Steinaufbau beginnen, achten Sie darauf, dass genügend Stellplätze für Korallen entstehen und ebenso Höhlen und Spalten als Rückzugsmöglichkeit für die späteren Bewohner. Als letztes folgt dann der Sand, ideal ist der sogenannte „Live Sand“ – lebender Sand aus dem Meer, der schon eine bunte Vielfalt an Meeresbakterien enthält. Nun können Sie die technischen Geräte in Betrieb nehmen und den ersten entspannten Blick auf das „heimische Meer“ werfen.
Einfahrphase:
Das Aquarium ist eingerichtet, die Technik tut ihren Dienst und die Biologie kommt nach und nach in Schwung. Jetzt beginnt eine spannende Phase im Nanoriff, beinahe täglich kann man neue Tiere auf dem Lebendgestein entdecken – kleine Krebse, erste höhere Algen, Schnecken, Schlangenseesterne,…
In der Anfangszeit können sich verschiedene Algenarten entwickeln – Kieselalgen, Fadenalgen und noch viele weitere. Das ist ein völlig normaler Vorgang, denn das Aquarium braucht seine Zeit um eine gewisse „biologische Reife“ zu erlangen.
Nach ca. 3 – 4 Wochen können Sie sich erste Wassertests besorgen um zu prüfen ob noch giftiges Nitrit in ihrem Riff vorhanden ist. Sobald Nitrit nicht mehr nachweisbar ist können die ersten Bewohner einziehen. Einsiedlerkrebse und Schnecken helfen Ihnen dabei die Algen im Aquarium im Zaum zu halten und zu dezimieren.

Besatz:
Ein bis zwei Monate nach der Einrichtung können dann auch die ersten Korallen einziehen, die eigentlichen Stars eines Korallenriff’s. Für den Anfang empfehlenswert sind sogenannte „Weichkorallen“, die einfach und anspruchslos in der Pflege sind. Ob Pumpende Xenien oder Keniabäumchen – wir halten eine große Auswahl an Weichkorallen bereit und beraten Sie gerne!
Ist die Haltung der Weichkorallen erfolgreich können Sie sich nach einiger Zeit auch an die anspruchsvollere Gruppe der Steinkorallen wagen. Mit ihren plakativen Farben bestimmen diese Korallen das bunte Bild, dass wir Betrachter von Korallenriffen haben. Wichtig ist bei Steinkorallen, dass genügend Strömung, viel Licht und nährstoffarmes („Sauberes“) Wasser geboten wird. Für den Einsteiger geeignet sind zum Beispiel diverse Montipora und Seriatopora Arten – wir beraten Sie auch hier gerne!
Wenn Sie nach und nach Korallen ergänzen wird ihr Nanoriff schon bald ein Korallenriff im Kleinformat sein – spätestens nach 3 Monaten können Sie sich Gedanken zum weiteren tierischen Besatz machen. An Fischen eignen sich vor allem kleinbleibende Arten wie zum Beispiel die Grundeln aus der Gattung Trimma. Aber auch ein Knallkrebs mit zugehöriger Partnergrundel ist eine äußerst interessante Gemeinschaft.
Für ganz kleine Nanoaquarien (<10 Liter) bieten sich Garnelen an, wie zum Beispiel die sogenannten „Sexy Shrimps“ (Thor amboinensis).

Die Meerwasseraquaristik ist ein faszinierendes und spannendes Hobby und noch nie war es so einfach wie heute sich ein kleines Stück Ozean ins Wohnzimmer zu holen. Besuchen Sie uns und lernen Sie das umfassende Meerwasser-Angebot unserer Kölle-Zoo Fachmärkte kennen – wir freuen uns auf Sie!

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