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Mit schillernden Farben und extravaganten Flossenformen begeistern die asiatischen Kampffische der Gattung Betta seit jeher Menschen aus aller Welt. Im asiatischen Raum wird dieser Fisch seit Jahrhunderten gezüchtet und bis heute gibt es regelrechte Kampffisch-Turnierkämpfe mit teilweise horrenden Wetteinsätzen. Kampffischmännchen, die sich im selben Aquarium befinden, bekämpfen sich mitunter derartig heftig, dass das unterlegene Tier nicht selten verendet.
Aber diese Art der "Kampffischhaltung" gehört Gott sei Dank in der westlichen Hemisphäre schon lange der Vergangenheit an. Heute interessieren sich Liebhaber aus aller Welt für die farbenprächtigen Zuchtformen des Kampffisches. Sowohl hinsichtlich der Farben als auch der Flossenformen wurden im Laufe der Jahre erstaunliche Ergebnisse erzielt. Heutige Zuchtformen unterscheiden sich markant von der Wildform und sind ein absoluter Blickfang in jedem Wohnzimmer.

Am besten hält man den 6 bis 8 cm großen Kampffisch in einem Aquarium ab circa 60 Litern Volumen in einem kleinen Harem, 1 Männchen mit 2 Weibchen. Zu anderen Fischen sind Betta-Arten friedlich und lassen sich somit gut vergesellschaften. Man sollte allerdings darauf achten, dass keine flossenzupfende oder allzu hektische Fische mit im Aquarium leben. Auch Fische mit schleierartigen Flossen können das Kampffischmännchen zu aggressivem Verhalten animieren, weshalb solche also auch nicht als Beifische gewählt werden sollten.
An das Aquarienwasser stellt der Kampffisch keine besonderen Ansprüche. Die folgenden Wasserparameter sind ideal für Pflege und Zucht:
Als Nahrung eignen sich Lebend-, Frost- und Trockenfutter; Kampffische sind carnivor, also fleischfressend. Sie lassen sich ohne Probleme an handelsübliches Trockenfutter gewöhnen, danken dem Pfleger aber gelegentliche Lebendfuttergaben (z.B. Mückenlarven, Wasserflöhe, Tubifex,…) durch gesteigerte Agitilität und Farbigkeit.

Betta-Arten werden im Aquarium circa 2 Jahre alt, in Ausnahmefällen bis zu 4 Jahre. Nach 8 bis 9 Monaten erreichen Sie die Geschlechtsreife und mit welcher im heimischen Aquarium eine spannende Zeit beginnt.
Kampffische sind Schaumnestbauer, eine kräftige Wasserbewegung sollte also vermieden werden. Ein gut strukturiertes Aquarium (z.B. mit Wurzeln, Pflanzen, Steinen) mit Rückzugsmöglichkeiten bietet die beste Grundlage für eine erfolgreiche Zucht. Das Männchen lockt das Weibchen zur Eiablage und Paarung unter das Schaumnest und übernimmt danach die Brutpflege allein, wobei aus dem Nest fallende Eier oder Jungfische in der Anfangszeit ins Schaumnest zurückgespuckt werden. Die Jungfische ernähren sich zunächst von feinstem Staubfutter und können anschließend an Artemien und Trockenfutter gewöhnt werden.
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