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Dass der Stör weltweit eine große Rolle in der Speisefischindustrie spielt, ist vielen Menschen bekannt. Die Haltung dieser besonderen Tiere im Gartenteich ist jedoch bisher noch nicht allzu sehr verbreitet, doch die Haltung ist eine enorme Bereicherung für den erfahrenen Gartenteichfreund! Die friedlichen Gefährten sind ursprünglich in Europa und Sibirien beheimatet, wo sie unter anderem in Zuflüssen des Schwarzen und des Kaspischen Meeres sowie der Ostsee leben. Aufgrund dieser Herkunft ist es wichtig, dass die Temperaturen für den Stör nicht zu warm werden, sie sollten idealerweise zwischen 6-16 °C liegen. Ansonsten wäre das Wasser zu sauerstoffarm für das Tier.
Auch wenn der bis zu 1,20 m große Stör für den einen oder anderen ein außergewöhnliches Aussehen hat und einen eher räuberischen Eindruck macht, so ist er doch ein äußerst harmloser, eher schüchterner Teichbewohner, der sich unter Umständen sogar anfassen lässt.
Durch seinen unterständigen Mund ist der Stör ein reiner Bodenfresser, der gerne mal den Untergrund aufwühlt um dort nach Würmern, Insekten oder Schnecken zu suchen. Bei der Auswahl des Futters sollte deshalb unbedingt darauf geachtet werden, dass es nicht an der Oberfläche schwimmt, sondern auf den Grund absinkt. Ansonsten kann es leicht passieren, dass die Tiere unterernährt sind und andere Teichbewohner ihnen das Futter wegfressen.
Durch die enorme Körpergröße und das große Bedürfnis nach Bewegung und Platz eignet sich der Stör keineswegs als Aquarienfisch und ist auch nicht in jeden Teich ohne weiteres einzusetzen. Ideal sind zum Beispiel Koiteiche, die schon durch die Bedürfnisse der Koikarpfen gewisse Ausmaße in Wassermenge und -tiefe aufweisen.
Im Handel angeboten werden derzeit verschiedene Arten der Störe. Dazu gehören unter anderem der Sterlet, der Sternhausen und auch eine Albinoform. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in äußeren Merkmalen wie Färbung und "Nasenform". Bei den Haltungsbedingungen vereinen sie dieselben Besonderheiten, die unter Gesundheitsaspekten auch unbedingt eingehalten werden sollten.
Wer sich für einen Stör im Gartenteich entscheidet, wird fasziniert feststellen, dass diese urtümlichen Lebewesen etwas ganz besonderes sind und eine völlig neuartige Welt des Teiches offenbaren.
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