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Als der Neonsalmler Ende der 30er Jahre in Deutschland auftauchte, war er schlichtweg eine Sensation, denn eine derart leuchtende Längszeichnung am Rücken der Fische, kombiniert mit einer schönen Rotfärbung des unteren Schwanzstieles, hatte es bis dahin bei Aquarienfischen noch nicht gegeben. Kein Wunder, dass für die damalige Zeit zunächst nahezu astronomische Preise gefordert wurden. Einige Zeit später fand man in Thüringen heraus, wie der Neonsalmler zu züchten ist, und die Preise sanken. Jeder Aquarianer wollte die Fische haben.
Heute sind die Pflege und Zucht des Neonsalmlers kein Geheimnis mehr. Die Art hat sich zu einem Anfängerfisch entwickelt und ist in fast allen Aquarien leicht zu pflegen, wenn man darauf achtet, dass es Schwarmfische sind, die sich am wohlsten in einer größeren Gruppe von mindestens 8 Exemplaren fühlen, aber es dürfen auch gern mehr sein.
Der Neonsalmler hält sich mehr im unteren Drittel des Aquariums auf, nimmt alles als Nahrung an, was er bewältigen kann, also neben Lebendfutter aller Art auch Flockenfutter, Tabletten oder tiefgekühlte tierische Nahrung. Von pflanzlicher Zukost hält er wenig, aber bei Gelegenheit zupft er doch im Aufwuchs, wobei es ihm weniger um die pflanzlichen Bestandteile geht, sondern mehr um die im Aufwuchs lebende Kleintierwelt, die für unser Auge in der Regel nicht zu erkennen ist.
Männchen und Weibchen sind leicht zu unterscheiden, denn abgesehen davon, dass die Weibchen eine rundlichere Bauchpartie besitzen, haben die Männchen hinter dem Kopf eine kleine Einbuchtung. Sauberes Wasser ist Voraussetzung zur Pflege, dessen Temperatur sich zwischen 20 und 24 oC bewegen, also nicht zu warm sein sollte.
Bei diesem Schwarmfisch kann man leicht erkennen, wenn ein Fisch sich nicht wohl fühlt oder gar erkrankt ist, denn es wird meist vom Schwarm ausgeschlossen und schwimmt abseits der Restgruppe. Falls die Neonkrankheit auftauchen sollte, erkennt man das daran, dass die leuchtend grüne Längsbinde auf einer Körperseite Unterbrechungen zeigt. Da die Krankheit ansteckend ist, sollte man den erkrankten Fische extra setzen und mit der Bekämpfung beginnen. Wer hierzu Fragen hat, darf sich gern an unser Expertenteam wenden, das weiterhelfen kann.
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