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Der früher mit dem lateinischen Name Platypoecilus variatus bekannte Papageienplaty hat seinen deutschen Namen von seiner vielfältigen bunten Färbung erhalten. Dieser Platy ist heute in den verschiedensten Färbungen zu bekommen und fast ebenso einfach zu pflegen, wie sein kleinerer Verwandter, der Xiphophorus variatus. Da er größer wird, braucht man für seine Pflege aber ein etwas größeres Aquarium, das man gut bepflanzt, vor allem mit Pflanzen, auf deren Blätter sich leichter Algenwuchs bilden kann, wie etwa Ludwigia, denn Papageienplatys nehmen auch pflanzliche Stoffe auf, die sie zu ihrem Wohlbefinden benötigen. Man sieht sie während der Tagesstunden auch immer wieder längere Zeit den sogenannten Aufwuchs ablutschen. Dabei nehmen sie dann auch tierische Kleinlebewesen mit auf, die sich in dem Aufwuchs aufhalten.
Obwohl die Fische Aufwuchs fressen, eignen sie sich nicht als Scheibenputzer, die Beckenscheiben oder Pflanzen völlig von Algen freihalten.
Ihre Heimat ist das südliche Mexiko, aber die im Kölle-Zoo angebotenen Papageienplatys sind samt und sonders Nachzuchten, die sozusagen für den neuen Lebensraum Aquarium gezüchtet werden. So kommt es, dass auch unterschiedliche Zuchtformen entstanden sind, wie zum Beispiel der hier abgebildete mit der großen Rückenflosse, die wie ein Schleier über den Rücken geschlagen getragen wird. Nur in der Balz und beim gegenseitigen Imponieren der Männchen wird sie aufgerichtet und auch gespreizt, so dass die Rückenflosse nun segelartig wirkt. Die große Flosse stört die Männchen weder beim Schwimmen noch bei der Balz und Befruchtung der Weibchen, wie die oft große Anzahl an lebend geborenen Jungfischen beweist.
Eines sollte man aber bei der Pflege in Gesellschaftaquarien beachten: Neugeborene und nur wenige Tage alte Jungfische sind immer ein Leckerbissen für die meisten Mitinsassen. Wer also züchten möchte, der sollte die hochträchtigen Weibchen in ein Ablaichbecken (bekommt man im Kölle-Zoo) umsetzen, in das man Wasser aus dem Gesellschaftsbecken gefüllt und einige Wasserpflanzen - am besten feinfiedrige - gebracht hat, damit die vom Weibchen geborenen Jungen Zuflucht finden. In einem sehr gut bepflanzten und mäßig mit friedfertigen Fischen besetzten Gesellschaftsbecken werden immer wieder ein paar Junge den Freßgelüsten der Mitinsassen entgehen und auch heranwachsen.
Man kann den Papageienplaty sogar bei Zimmertemperatur pflegen, aber die schönsten Farben zeigt er bei Wassertemperaturen über 20 oC. Als Nahrung dient alles, was die Art bewältigen kann, vom Flockenfutter über Tabletten bis zu Lebendfutter aller Art, aber man sollte immer auf pflanzliche Zusatzkost oder Futterflocken achten.
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