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Zu den hübschesten Bewohnern unserer Aquarien gehören die Rotaugen-Moenkhausia, deren deutscher Name sie deutlich charakterisiert, denn das leuchtende Rot der oberen Iris fällt in jedem Aquarium auf. Ihre Heimat in Südamerika liegt im Gebiet des Rio Paraguay.
Bei den Rotaugen-Moenkhausia handelt es sich um einen Schwarmfisch, der sich auch in der Natur in Gruppen zusammenhält. Sowohl die rote Iris als auch das glänzende Schuppenkleid und der schwarz abgegrenzte goldgelb glänzende Fleck auf der Schwanzflossenwurzel weisen auf das Schwamverhalten hin, denn es sind Signalfarben, die dabei helfen, den Schwarm zusammen finden zu lassen, wenn er durch eine Störung auseinander getrieben wurde, zum Beispiel durch einen Freßfeind. Das bedeutet aber auch, dass wir nicht ein einzelnes Pärchen im Aquarium pflegen dürfen, sondern zumindest eine kleine Gruppe von sechs bis acht Exemplaren. Ausgewachsene Exemplare erreichen eine Länge bis zu sechs Zentimeter. Rotaugen-Moenkhausia lieben es, im freien Wasser zu schwimmen. Bei vermeintlicher Gefahr verschwinden die Tiere schnell zwischen Pflanzen und hinter Versteckmöglichkeiten, erscheinen aber schon bald wieder. Mit der Zeit werden die Rotaugen-Moenkhausia gegen äußere Beunruhigen, wie sie durch Beobachter vor dem Aquarium entstehen können, weniger empfindlich, wenn sie gelernt haben, dass von dorther keinerlei echte Gefahr droht.
Das Erkennen der Geschlechter geschlechtsreifer Exemplare ist nicht ganz einfach, ist aber mit etwas Übung durchaus möglich. Erwachsene Fische, also Fische nach Erreichen der Geschlechtsreife müssen nicht ausgewachsen sein, sondern können in vielen Fällen schon früher geschlechtsreif werden. Dann zeigen sich die laichwilligen Weibchen mit einer stärker gewölbten Bauchpartie, was man auch von oben betrachtet deutlich sehen kann. Männchen bleiben immer schlanker und gleichmäßig gerundet.
Als Pflegeaquarium eignen sich alle ab 80 Zentimeter vordere Kantenlänge, die man mit einem mittelgroben Kiesboden ausstattet und mit einem schönen Pflanzenbestand, der vor allem entlang der Seiten- und Rückscheibe wachsen soll, damit genügend freier Schwimmraum bleibt. Unterhalb des von hochstrebenden Wasserpflanzen freien Wasserraumes kann man aber kurz bleibende Wasserpflanzen einsetzen, die vielleicht auch einen Teppich bilden. Als Wasser kann man Leitungswasser verwenden, dem man etwas Wasseraufbereiter zugibt. Wassertemperaturen zwischen 22 und 26 °C sind angebracht, höhere Wärmegrade sind nicht nötig.
Bei Rotaugen-Moenkhausia hat man keine Schwierigkeiten mit der Ernährung, denn die Fische fressen alles, was sie bewältigen können, von Lebendfutter, wie Mückenlarven oder Kleinkrebse, bis zu Flockenfutter und Tabletten. Wer die Fische züchten möchte, sollte beachten, dass es Freilaicher sind, die nach beendetem Ablaichen auf die Suche nach ihren eigenen Eiern schwimmen, die sie ohne weiteres fressen.
Alles in allem sind die Rotaugen-Moenkhausia ideale Aquarienfische, die sich in jedem Gesellschaftsbecken mit anderen friedfertigen Arten wohl fühlen.
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