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» Aquaristik / Süßwasser
Unter den Salmlern gibt es eine Reihe von Arten, die sich besonders für den Einsteiger eignen, aber auch bei den fortgeschrittenen Aquarianern beliebt geblieben sind. Ja, mancher "alte Hase" pflegt den Roten von Rio immer noch, sozusagen aus alter Treue, weil er zu den ersten Fischen gehörte, die er pflegte.
Nun ist die Färbung dieses Salmlers auch wirklich attraktiv. Wenn man eine Gruppe von 6 bis 8 Tieren pflegt, und die Aquarienverhältnisse einigermaßen stimmen, wird man viel Freude an den Fischen haben. Besonders die Männchen färben sich schön rot, wie es auch der lateinische Name aussagt, denn flammeus heißt flammendrot. Aber nicht nur an der unterschiedlichen Färbungsstärke kann man die Geschlechter unterscheiden, sondern man erkennt schon bei halbwüchsigen Männchen das Geschlecht, denn sie zeigen einen tiefschwarzen Saum um die langgestreckte Afterflosse und schwarze Spitzen der Bauchflossen.
Rote von Rio mögen ein gut bepflanztes Aquarium, in dem sie sich auch zwischen die Pflanzen zurückziehen können. Aber sie können auch einen kleinen Bezirk als ihr Revier annehmen, in dem sie sich recht ruppig gegenüber anderen scheinbaren Eindringlingen benehmen. Besonders ist das oft der Fall bei Einzelgängern, und dann sind es nicht nur die Männchen, sondern auch die Weibchen. Rote von Rio brauchen sauberes, klares Wasser, nehmen aber mit jedem normalen Leitungswasser vorlieb. Die heute überall angebotenen Exemplare sind Nachzuchten und sind seit der Ersteinführung nach Deutschland 1920 in so vielen Generationen nachgezüchtet worden, dass sie zu "Haustieren" geworden sind. Schon in Aquarien ab 40 cm Länge kann man sie in kleiner Anzahl pflegen, aber besser ist es, größere Becken ab 60 cm Länge zu nehmen, wenn man sie als Gesellschaft für anderen Fischarten mitpflegen will. Als Wassertemperaturen wählt man am besten solche zwischen 22 und 26 °C; bei höheren Wärmegraden werden sie zwar lebhafter, aber auch deutlich hektischer und kurzlebiger. Als Futter eignet sich alles vom Wasserfloh über die Mückenlarven bis zum aufgetauten Gefrierfutter und Tabletten und Flockenfutter. Selbst bei der Zucht kann man die Jungfische mit reinem Flockenfutter großziehen; allerdings wachsen sie dann oft etwas langsamer.
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