Steckbrief

Echinodorus Rubin

FamilieAlismataceae, Froschlöffelgewächse
VorkommenZuchtform
PflegeLeicht, doch braucht die Pflanze Platz
HöheBis 60 cm
LichtbedarfMöglichst hell, am besten direkt unter einem starken Strahler
pH-WertKann vernachlässigt werden, um 7,0 genügen
WassertemperaturBis 22 - 28 °C
WasserhärteBis 12 °dGH
Echinodorus Rubin

Echinodorus Rubin

Diese auffällige große Schwertpflanze ist das Produkt gärtnerischer Hybridisation des Wasserpflanzengärtners Hans Barth, der dafür eine rote Form von Echinodorus horemannii und Echinodorus x bartheri verwendete. Heute züchtet man die Pflanze durch Gewebekulturen "in vitro", aber in unseren Aquarien bildet der Echinodorus "Rubin" auch sogenannte Adventivpflanzen (Ableger) aus umgewandelten Blütenständen. Daneben kann man auch Jungpflanzen aus der Teilung von Rhizomen erhalten. Dieser Echinodorus braucht ein großes und hohes Aquarium, erreicht er doch eine Höhe von etwa 60 Zentimetern, wobei der Blattstiel 25 Zentimeter lang werden kann und die Blattspreite bis zu 35 Zentimeter. Zwar ist die Kultur im Aquarium gar nicht schwierig, aber man muß der Solitärpflanze Platz lassen, damit sie sich richtig entfalten kann. Eine einzige Pflanze kann über dreißig Blätter besitzen, die dann, wenn sie bis unter die Wasseroberfläche reichen, anderen Pflanzen unter ihr das Licht so stark wegnehmen, dass diese dann kümmern.

Zweifellos ist Echinodorus "Rubin" aber die wohl dekorativste Solitärpflanze in unseren Aquarien. An das Wasser stellt diese Echinodorus-Zuchtform keine besonderen Ansprüche. Sie wächst sowohl in weichem, leicht saurem Wasser als auch im härteren und leicht alkalischen Bereich. Als Bodengrund eignet sich jede Kiesform bis zur Korngröße von etwa 3-4 Millimetern, aber man sollte keinen feinen Sand verwenden.

Als Wassertemperatur empfehlen sich 24 bis 28 °C, doch können diese Wärmegrade auch ein wenig unter- oder überschritten werden. Es empfiehlt sich auch, keine sehr großen Exemplare mit sehr vielen Blättern zu erwerben, die für die Umgewöhnung in die neuen Aquarienverhältnisse viel Kraft aufwenden müssen und dann oft genug viele ihrer so dekorativ wirkenden Blätter abstoßen. Besser ist es, eine kleinere Pflanze einzusetzen, aber am besten gleich dort, wo sie später als zentraler Blickfänger unter guter Aquarienbeleuchtung stehen soll.

Zum besseren und schnelleren Wachstum der Wasserpflanzen im Aquarium dient eine CO2-Anlage, die den gasförmigen Pflanzendünger Kohlendioxid ins Wasser diffundieren lässt. Das von den Fischen bei ihrer Atmung abgegebene Kohlendioxid reicht zum optimalen Pflanzenwachstum nicht aus.

Außerdem empfiehlt sich für die stärkere Rotfärbung eine kräftige Beleuchtung. Unser fachlich ausgebildetes Experten-Team berät Sie im Kölle-Zoo gern.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

Wussten Sie schon?

...dass man die rote Blattfärbung deutlich verstärken kann, wenn man die Jungpflanzen unter einer Beleuchtung mit großem Rotanteil einsetzt?

Dann können die nun neu gebildeten Blätter sogar auffällig tief dunkelrot sein.

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