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Winterliches Versorgen des Gartenteiches - Teil II Selbst wenn es draußen friert und der Boden unter einer Schneedecke liegt, wenn es so aussieht, als ob in unserem Gartenteich überhaupt nichts mehr los ist und alles "ruht", müssen wir doch darauf achten, dass das "ruhende" Leben nicht gefährdet ist, sondern für das Erwachen im Frühjahr vorbereitet wird.

Sicher haben Sie als Gartenteichbesitzer bereits vorgesorgt, dass bei ihnen der Teich nicht völlig zufrieren kann, indem sie einen Eisfreihalter etwa in der Mitte des Teiches eingebracht haben, damit das Wasser mit der Oberfläche Sauerstoff aus der Atmosphäre aufnehmen kann. Aber man kann natürlich noch eine weitere Möglichkeit der Sauerstoffversorgung schaffen, indem man mit Hilfe eines durch eine Pumpe oder einen Kompressor betriebenen Luftausströmers im Teich für eine Wasserumwälzung sorgt, damit immer neue Wasserschichten zum Sauerstoffaustausch an die Wasseroberfläche kommen. Diese Durchlüftung darf aber nicht zu stark sein, denn die in Bodennähe oder im Boden selbst sich aufhaltenden Fische und Amphibien dürfen nicht ständig gegen einen Wasserstrom ankämpfen müssen. Dadurch zehren sie zu schnell von ihren Fettvorräten im Körper und halten dann möglicherweise nicht bis zum Frühjahr durch. Da für den Betrieb eines Ausströmers ein Schlauch verwendet werden muß, durch den die feuchte Außenluft getrieben wird, kann es bei großer Kälte vorkommen, dass diese Feuchtigkeit gefriert und den Schlauch schließlich verstopft. Da gefrierendes Wasser sich stark ausdehnt, kann es bei einer Verstopfung auch einen relativ kleinen Schlauch sprengen. Deshalb immer wieder einmal kontrollieren.

Wenn Sie an ihrem Gartenteich Binsen gepflanzt haben und die sind jetzt vertrocknet, dann schneiden Sie die Stengel aber nicht ab, denn durch die Röhren in den Stengeln kommt ebenfalls Sauerstoff ins Wasser, auch wenn die Binsen im Eis eingefroren sind.
Sind Sie sich sicher, dass ihr Gartenteich eine ausreichende Tiefe besitzt? 100 cm sollte die Tiefe betragen, wenn das nicht möglich ist, dann auf jeden Fall über 60 cm. Wenn Sie den Teichboden längere Zeit nicht frei gemacht haben von Laub und anderen schlammbildenden Stoffen, dann ist es jetzt zu spät, denn die Fische haben sich in die Winterruhe begeben, in der man sie nicht stören sollte. Der Fäulnisprozeß am Boden läuft bei Kälte viel langsamer ab. Aber denken Sie daran, wenn die Sonne höher steigt und den Teich erwärmt, dann werden auch die Fische lebhafter, und man kann den Teich ablassen und die Faulstoffe mit entfernen.
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