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Die Katrien Lismont-Kolumne

Endlich ... Sommer!

Alles blüht und sprießt und es läuft sich einfach leichter und fröhlicher, wenn uns morgens schon die Sonne auf dem Spaziergang begleitet.

Vielleicht kommt nun wieder die Lust auf spaßmachende Aktivitäten mit Familie und Hund? Oder stellen wir womöglich fest, dass die Winterpause der Erziehung von Wauzi nicht gut getan hat?

 

Da gibt es eine Menge tolle Sachen die wir unternehmen können:

Wir können uns mit einigen bekannten Hundefrauchen und –herrchen zusammentun und gemeinsame Touren laufen. Wir können einen Erziehungskurs oder Themenkurs in der Hundeschule besuchen, oder wir finden eine tolle Sportart die uns und Hundi liegt und bei der wir beide viel Spaß haben können.

Aber auch für jede Gassirunde gibt es nette und abwechslungsreiche Tricks und Beschäftigungen: Man kann einige Leckerlies oder gar ein deftiges Stück Pansen verstecken und dies mit einer "Sitz" und "Bleib" Übung kombinieren. Oder wir machen eine kleine "Streuwiese" mit Leckerlis die Ihr Hund dann "zusammenschnüffeln" kann. Vielleicht liebt er sein Bringsel oder seinen Ball über alles und sucht diesen liebend gern in der Wiese oder am Holzstapel. So kann man wunderbar kleinere Erziehungsübungen mit Spaß und Belohnung kombinieren.

Oder wir rücken zu einer größeren Wandertour aus und nehmen den Hund mit. Dabei sollte man beachten, dass die Sonne nicht allzu stark scheint und wir größtenteils auf schattigen Wegen marschieren können, ausreichend Pausen für uns selber und den Vierbeiner einlegen und genug zu Trinken dabei haben. Beim Einkehren kann auch der Hund mit einer kleinen Verstärkung wieder Kräfte sammeln.

 

Insgesamt ist es bei allen Aktivitäten wichtig, dass der Hund gut ausgestattet ist:

Ein gut sitzendes Geschirr, oder – wenn er gut an lockerer Leine läuft – ein weiches flaches Halsband und eine leichte, längenverstellbare Führleine sind die Grundausstattung. Bei Wanderungen durch den Wald ist eine Schleppleine von 10 m auf jeden Fall zu empfehlen. So kann er links und rechts vom Weg schnüffeln und er kommt beim aufgescheuchten Reh nicht in Versuchung hinterher zu laufen. Denken Sie an das Wild in unserer schönen Landschaft, das im Frühling seine Kinder vor unseren Hunden in Sicherheit wissen will. Wasser muss genauso wie Werkzeug um Zecken zu entfernen immer dabei sein. Kotbeutel, eine Belohnung für gute Abrufe oder sonstiges gutes Verhalten und eine kleine Decke fürs Einkehren in die Wirtschaft gehören auch zur Grundausstattung.

Selbstverständlich ist das Auto für die Fahrt dahin passend mit Box oder Gurt zum Anschnallen eingerichtet. Denken Sie daran, den Hund an sonnigen oder wärmeren Tagen nie im Auto zu lassen, es sei denn, das Auto steht zuverlässig die ganze Zeit im Schatten. Die Sonne dreht sich und es braucht nur wenige Minuten, um aus dem Fahrzeug einen Ofen zu machen, was für den Hund einen qualvollen Tod bedeutet.

Sollten Sie den Frühling zu Hause genießen dürfen, dann kann man sich im Garten oder auf der Wiese immer einen kleinen Spaßparcours aufbauen, den man regelmäßig und in unterschiedlichen Geschwindigkeiten zusammen mit dem Hund durchläuft. Einige Hürden, allerdings am Alter und an der Sprungfähigkeit und Größe Ihres Hundes angepasst, ein Tunnel und ein Slalom und schon kann der Spaß beginnen! Man kann die Slalomstäbe auch für Umrundungen in jeder Richtung benutzen oder sie als Anhaltspunkt nehmen, um kleine Übungen wie beim Rallye Obedience (Hundesportart) auszuführen.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Aber… bei allem Tatendrang sollte man immer im Kopf behalten, dass auch der erwachsene Hund sein Pensum Qualitätsschlaf braucht. Ein Welpe braucht zwischen 17 und 20 Stunden und ein erwachsener Hund zwischen 15 und 17 Stunden. Klappt das mal nicht an einem Tag, sollte er dies am nächsten Tag nachholen können. Dies sollte aber immer eine Ausnahme bleiben.

 

Worauf warten wir? Ab, nach draußen… Viel Spaß für Sie und Ihren Hund wünscht Ihnen,
Katrien Lismont

Copyright: Katrien Lismont, 2010
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