Überwintern auf dem Balkon: Für Kaninchen ein echtes Vergnügen

Was uns Menschen häufig eine Gänsehaut verursacht, ist für Kaninchen eine wahre Freude: der Aufenthalt an der frischen Luft auch in den kälteren Monaten des Jahres. Die Tiere genießen es, nach Herzenslust draußen herumzutollen. Dabei werden die Sinne der Vierbeiner angeregt und ganz nebenbei wird das Immunsystem gestärkt. Gründe genug, die Hoppler ab dem Herbst nicht in die warme Wohnung umzusiedeln.

„Wenn die Kaninchen nicht schon den Sommer draußen verbracht haben, sollten sie spätestens dann hinaus gesetzt werden, wenn die Temperaturen nachts noch nicht unter 10 - 15 Grad fallen. So haben sie noch genügend Zeit, ihr Winterfell auszubilden“, erklärt Franziska Fischer von Kaninchenberatung e.V. 

Ideal ist ein Balkon, der nach Osten, Südosten oder Südwesten zeigt. Auf der Wetterseite (Nord, Nordwesten) ist es zu feucht und zugig, die Südseite wird hingegen im Sommer zu heiß. An besonders heißen Tagen kann es aber durchaus auch auf einem Südwest-Balkon zu warm werden, sodass man die Tiere gegebenenfalls in die Wohnung holen sollte.

Sechs Quadratmeter sollte der Auslauf für zwei Zwergkaninchen mindestens haben – mehr ist immer besser. Denn die Tiere wollen sich bewegen. Mit Bewegung halten sie sich zudem warm. Fischer: „Einige Stellen des Balkons, oder ein Teil des Geheges, sollten überdacht sein. Weiterhin ist ein Rückzugspunkt wichtig, der trocken und windgeschützt ist. Dies kann ein Kaninchenhaus oder eine selbstgebaute Schutzhütte sein. Dieser Bereich sollte ausreichend mit Stroh(-matten) oder auch Hanfmatten ausgelegt sein, denn das isoliert – auch wenn es sehr kalt ist.“

Die Ausstattung mit Toilette, Fress- und Trinknapf sowie Spielzeug und Buddelkiste darf natürlich auch auf dem Balkon nicht fehlen. „Gefrorenes Wasser und Frischfutter regelmäßig austauschen“, gibt Fischer zu bedenken. 

Da Kaninchen auch durch die kleinsten Lücken nach draußen gelangen und zudem eine Balkonbrüstung überspringen können, sollte man den Balkon mit einem verzinkten Volierendraht sichern. „Die Maschengröße sollte dabei nicht größer als 19 x 19 mm sein und die Drahtstärke idealerweise bei 1,45 mm liegen. Die Maßnahmen sichern die Tiere darüber hinaus vor Feinden wie Mardern oder fremden Katzen. Das Kaninchengehege sollte mindestens 60 cm hoch sein, so können die Tiere Männchen machen ohne sich die Ohren zu stoßen. Außerdem haben sie so nach oben genug Platz zum Springen“, so Fischer.

Ist es sehr kalt, sollte man die Tiere nicht etwa zwischendurch in die Wohnung holen. Der Temperaturwechsel ist zu drastisch und es wird ihnen mit dem dicken Winterfell rasch zu warm. Dadurch können sich die Tiere schnell erkälten.

Werden diese Punkte beachtet, steht dem Wintervergnügen auf dem Balkon nichts mehr entgegen.

Text: ©Industrieverband Heimtierbedarf e.V.
Bild: ©Shutterstock

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