Die Harten bleiben im Garten: Goldfische können im Gartenteich überwintern

Damit der Gartenteich samt seiner Bewohner gut durch den Winter kommt, sollten Halter ihren Teich spätestens im Herbst fit für den Winter machen. Mit den fünf Tipps von Harro Hieronimus, Chefredakteur der Zeitschrift Gartenteich, kriegen Hobbygärtner ihren Gartenteich winterfest.

Das A und O: Für genügend Sauerstoff im Teich sorgen

Damit die Teichbewohner genügend Sauerstoff bekommen, sollte der Teich nicht zu voll und mindestens 120 Zentimeter tief sein. „Am besten an einer nicht zu kleinen Stelle, damit die Fische sich auch noch etwas bewegen können. Zudem sollte der Teich nicht komplett zufrieren und immer an einer Stelle eisfrei bleiben, sonst verenden die Tiere“, erklärt Hieronimus. „Dafür gibt es Eisfreihalter mit und ohne Belüftung“, so der Experte. Sie verhindern, dass der Teich komplett zufriert und sorgen dafür, dass die Faulgase entweichen können.

Eisdecke nicht aufhacken!

Hat sich bereits eine Eisdecke gebildet, sollten Hobby-Gärtner diese keinesfalls aufhacken, damit die Fische nicht in ihrer Winterruhe gestört werden. Am einfachsten ist es, mit warmem Wasser eine Öffnung im Eis für einen Eisfreihalter zu schaffen. Dabei aber nicht auf dem Eis herumlaufen! Nicht nur, dass die Schritte auf der Eisfläche starken Stress für die Fische bedeuten und die Gesundheit der Tiere gefährden, Halter könnten auch einbrechen.

Wichtig: Teich sauber machen

Noch vor dem ersten Frost Laub und Äste unbedingt entfernen, damit sie sich nicht im Wasser zersetzen. Zudem sollten Gartenteich-Besitzer mit einem Schlammsauger Teile des Bodenschlamms entfernen. Sonst setzt dieser giftige Gase frei und verbraucht wichtigen Sauerstoff, den Fische und Pflanzen zum Überleben benötigen.

Die harten Fische kommen in den Garten, die sensibleren ins Aquarium

Für die meisten einheimischen Fische ist es kein Problem, im Teich zu überwintern. „Wichtig ist nur, dass die Fische genügend Sauerstoff bekommen“, sagt Hieronimus. Während einige Fische, wie der Goldfisch, problemlos im Gartenteich überwintern können, müssen sensiblere Arten, die nicht so tiefe Temperaturen gewöhnt sind, wie beispielsweise das Kardinälchen oder Schleierschwanzfische, zu Winterbeginn ins Aquarium wechseln. „Sie vertragen zwar kühlere Temperaturen, aber keinen längeren Frost“, erklärt der Experte.

Kommen die Tiere ins Haus, sollte der Standort des Aquariums frostsicher, aber nicht zu warm sein. Die Temperatur darf nicht unter zehn Grad sinken. Zudem sollte das Aquarium für den Winter geräumig sein. Die Länge des Aquariums sollte mindestens das Sechsfache des größten Fisches betragen.

Zusätzliche Energiereserven helfen Fischen beim Überwintern

Teichfische brauchen für die kalte Jahreszeit zusätzliche Energiereserven. Deshalb sollten sie im Herbst spezielles Winterfutter bekommen. Sobald die Wassertemperatur unter zehn Grad sinkt, beginnen die Fische ihre Winterruhe und hören auf zu fressen. Erst wenn mit dem Frühling die Wassertemperatur wieder über zehn Grad liegt, bekommen die Fische wieder Futter.

Text: ©Industrieverband Heimtierbedarf e.V.
Bild: ©Shutterstock

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