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Terrarienbewohner - Tierportraits
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Boa constrictor #
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Boa constrictor
    

Die Boa constrictor ist wohl eine der bekanntesten Riesenschlangen der Welt. Sie gehört zur Gattung der Boas und wurde erstmals 1758 vom Forscher LINNAEUS beschrieben.

 

Die Boa constrictor ist überwiegend in Feuchtraumgebieten wie im Brasilianischen Regenwald und im Peruanischen subtropischen Regenwald heimisch. Dennoch gibt es einzelne Unterarten wie z.B. die B. c. imperator, die in Cancun/ Mexiko vorkommt oder auch die Firebelly aus Honduras.

 

Größere Exemplare halten sich überwiegend auf dem Boden zwischen Laubhaufen und Holzstämmen auf. Kleinere Boas sind überwiegend im Geäst und in Sträuchern anzutreffen, wo sie Schutz vor Fressfeinden wie Greifvögeln und Raubtieren suchen. Leider gibt es aber auch noch viele einheimische Völkerstämme, die die Boas aus Angst töten. Ihrem Glauben nach vermitteln Boas das Böse.

 

Aufgrund ihrer guten Anpassungsfähigkeit steht die Boa constrictor jedoch derzeit noch nicht unter Artenschutz, selbst wenn ihr Lebensraum im Regenwald bedroht ist.

 

Die Nahrung der Boa besteht überwiegend aus Nagern, Vögeln, Geckos, jungen Kaimanen und jungen Wildschweinen. Die Beutefangtaktik der Boas ist höchst intelligent, da sie mit ihren Schwanzenden einen Wurm imitieren, um die Beutetiere anzulocken. Sollte diese Taktik einmal fehlschlagen, können sie mit ihren langen Fangzähnen sogar ihre Beute im Vorbeispringen/ -fliegen packen, um sie anschließend zu umwürgen. Das Erwürgen wird von Professoren auch als "tödliche Umarmung" bezeichnet. Der Tod tritt dabei nicht durch Ersticken ein, sondern das Blut der Opfer wird abgedrückt, sodass das Herz stehen bleibt. Aufgrund der starken Muskeln, die den gesamten Schlangenkörper durchziehen, können die Tiere hierbei einen immensen Druck auf ihr "Essen" ausüben. In der Regel können sie Beute verschlingen, die bis zu 3 Mal größer ist als ihr Kopf, da sie ihr Kiefergelenk aushängen können.

     

Boa constrictor Boa constrictor
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Boas sind ovovivipare Schlangen, die ihre Jungen lebend zur Welt bringen. Eine Paarung findet mehrmals im Jahr statt, sodass die Weibchen bis zu 2 Würfe in einem Jahr leisten können. In der Regel ist die Paarungszeit von Mitte September bis Ende Mai. Durch die Ausschüttung von Pheromonen wird dem Männchen die Paarungsbereitschaft des Weibchens signalisiert. Die Paarung wiederholt sich einige Male in einem Zeitraum von bis zu 5 Wochen.

3 - 5 Wochen vor Geburt der Jungtiere nimmt das Weibchen meist kein Futter mehr zu sich. Auf Grund dessen nimmt sie im vorderen Körperdrittel stark ab, wodurch sich Umrisse der Jungtiere im Körper des Muttertiers erkennen lassen.

 

Die Geburt der 25 - 55 Jungtiere erfolgt meist in den Abend- und Nachtstunden. Das Muttertier sucht sich hierfür  einen meist sehr dunklen und leicht feuchten Platz aus. Die Geburt kann in Ausnahmefällen sogar mehrere Stunden dauern.

      

Boa constrictor Boa constrictor
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Bei der Heimtierhaltung empfehlen sich als Futtertiere zu Beginn Mäuse und Ratten; später dann auch Meerschweinchen oder Kaninchen.

 

Da die Boa constrictor ein sehr robustes Tier ist, gestaltet sich ihre Haltung nicht außerordentlich kompliziert. Aufgrund ihrer Länge von bis zu 3,5 m ist es jedoch besonders wichtig ein angemessenes Terrarium zu wählen. Dies hat eine Mindestterrariengröße von 0,75 x 0,5 x 0,75 multipliziert mit der Körperlänge des Tieres zur Folge. Die klimatischen Verhältnisse sind wegen der vielen verschiedenen Habitate der Boas nicht exakt abgrenzbar. Bei allen ist aber wichtig, dass eine Temperatur von knapp 30 oC herrscht und unter einem Spotstrahler bis ca. 35 oC erreicht werden. Eine Vergesellschaftung mit anderen Schlangenarten ist nicht zu empfehlen, da sonst die potentielle Gefahr besteht, so genannte Mix-Boas zu erhalten.

 

Die Boa constrictor ist ein sehr faszinierendes Haustier und durch ihren ruhigen Charakter sind Ängste und Befürchtungen völlig unbegründet.

   
Text: Marco Rabij Kölle-Zoo Frankfurt

Fotos: Ronny Freiwald Kölle-Zoo Stuttgart
   
  

Steckbrief

Herkunft:   von Mexiko bis  zu den Anden in Südamerika ; Argentinien
Größe: 

je nach Unterart bis ca. 3,5 m

Gewicht:  je nach Größe bis knapp 25 kg
Arten: 

11 Unterarten  - Boa c. Constrictor, Boa c. imperator, Boa c. saboga,     Boa c. longicauda, Boa c. amarali, Boa c. ortonii, Boa c. sigma, Boa c. occidentailis, Boa c. nebulosa, Boa c. melanogaster

Haltung:  

Das Terrarium sollte mindestens 0,75 x 0,5 x 0,75m mal der Gesamtlänge der Boa sein

 

 

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