Steckbrief

Amsel

Familie/GattungDrosseln (Turdidae) 
Vorkommen Wälder, häufig auch in Siedlungen und Städten 
Herkunft Fast ganz Europa, inselartig in Nordafrika und Asien 
GrößeKörperlänge 24 – 27 cm
NahrungRegenwürmer, Käfer, Schnecken, Spinnen, kleinere Wirbeltiere, Beeren, Früchte
BesonderheitTeilzieher: Je nach Siedlungsgebiet teils Zugvögel, teils Standvögel
Amsel

Amsel

Turdus merula

Sie sind die am häufigsten vorkommenden Vögel in Deutschland und eigentlich kennt jeder ihr typisches Aussehen: die Amseln. Während die Weibchen inklusive Schnabel durchweg braun gefärbt sind, sind die Männchen schwarz gefiedert und haben einen gelben Schnabel. Die etwas größeren Männchen erreichen eine Spannweite von bis zu 38,5 cm. 

Anders als das Volkslied „Alle Vögel sind schon da“ nahelegt, gehören Amseln zur Familie der Drosseln. Eine Besonderheit unter den Drosseln ist der bei den Amseln erkennbare äußerliche Unterschied zwischen Männchen und Weibchen; andere Drosselarten sind nicht so leicht nach ihrem Geschlecht zu unterscheiden. 

Während Amseln bis vor etwa 150 Jahren überwiegend Waldbewohner waren, haben sie sich im Lauf der Zeit an veränderte Lebensräume gewöhnt und sind inzwischen zu Mitbewohnern der Menschen auch in Großstädten geworden. 

Wenn man Amseln beobachtet, fällt auf, dass sie gerne am Boden nach Nahrung suchen und dabei oft den Kopf schräg halten: So lauschen diese Vögel, um ihre bevorzugte Nahrung zu finden. Auf dem Speiseplan stehen Regenwürmer, Schnecken und Insekten, je nach Futterangebot aber auch Beeren und Früchte. Amseln sind also echte Allesfresser. 

Ihr Gesang zählt zu den ausgefeiltesten unter den heimischen Vogelarten; der Nachtigall mit ihrem viel gelobten Gesang stehen sie in nichts nach. Das Amselmännchen lässt sich für den typischen Gesang gerne an exponierten Stellen nieder und findet seine Bühne auch auf Antennen, Schornsteinen oder an anderen von Menschenhand geschaffenen Plätzen. Natürlich geht es dabei um den Überblick, aber auch um die Akustik: Der Gesang erreicht so eine größere Zahl an Zuhörern. Der Reviergesang der Männchen ist in Mitteleuropa hauptsächlich zwischen Anfang März und Ende Juli zu hören und kann bereits vor der Morgendämmerung beginnen. 

Besonders als Jungvögel, die nach den ersten Tagen gerade ihr Nest verlassen, sind Amseln besonders gefährdet und werden leicht zur Beute von Katzen oder anderen Jägern. Jungvögel erkennt man bei den Amseln an der braunen Färbung und den kleinen, helleren Sprenkeln im Gefieder.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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