Steckbrief

Buntspecht

Familie/GattungSpechte (Picidae)
Vorkommen Wälder, Feldgehölze, Parks und Gärten
Herkunft Europa, Nord- und Ostasien, Nordwest-Afrika
GrößeKörperlänge 20 – 25 cm
NahrungInsekten, Wirbellose, Sämereien
BesonderheitStandvogel, wechselt aber zum Teil im Winter sein Quartier
Buntspecht

Buntspecht

Dendrocopos major

Buntspechte erreichen eine Körperlänge von bis zu 25 cm und haben damit etwa die Größe einer Amsel. Benannt sind sie nach ihrem auffälligen, schwarz-weiß-roten Gefieder. Der Rücken ist bis auf zwei große weiße Schulterflecken schwarz, die Unterseite erscheint grauweiß und zeigt rote Unterschwanzdecken. Erwachsene Männchen haben einen tiefroten Nackenfleck, während jüngere Weibchen und Männchen einen roten Scheitel aufweisen. 

Eichen- und Buchenmischwälder mit ausreichend Alt- und Totholz bieten optimale Lebensräume für den Buntspecht. Dort findet er unter der Borke der Bäume Insekten und ihre Larven. Der Rückgang natürlicher oder naturnaher Waldbestände ist für den Buntspecht eine große Bedrohung; in Wäldern, die wie Monokulturen bewirtschaftet werden, findet der Buntspecht nicht genug Nahrung. 

Buntspechte passen sich im Winter an die veränderte Nahrungsauswahl an und fressen auch Samen, Nüsse und Beeren. Mit großer Geschicklichkeit klemmen diese Spechte Nüsse, Samen oder auch hartschalige Käfer in Baumspalten ein, um sie mit gezielten Schnabelhieben zu knacken. 

Schon ab Ende März suchen Buntspechte nach geeigneten Brutstätten. Am Ende wird aber nicht etwa die erstbeste Höhle bezogen: Meist werden zunächst mehrere Plätze ausgehöhlt, nur eine Höhle wird später vollendet und dient als Kinderstube. Buntspechte beginnen ab Mitte April mit der Eiablage. Baumstämme oder dicke Äste aus weichem oder morschem Holz sind die bevorzugten Nistplätze. 20 bis 30 cm tief sind die Höhlen, in denen die Buntspechte dann vier bis sieben weiße Eier ablegen. Diese werden zwischen elf und dreizehn Tage lang bebrütet. Wenn die Jungen etwa 18 oder 19 Tage alt geworden sind, zeigen sie sich am Flugloch der Nisthöhle. Ein paar Tage später fliegen sie schon aus, meist werden sie aber noch etwa zehn Tage lang von ihren Eltern gefüttert. Die Buntspechteltern geben sich nach all den Anstrengungen dann auch gerne mit einer Brut im Jahr zufrieden. 

Der Buntspecht ist in seinem Bestand im Moment nicht bedroht, er gilt aber wie viele weitere Spechtarten als mittelfristig gefährdet. Um den Buntspecht zu schützen, müssen ausreichend naturnahe Wälder erhalten und geschützt werden.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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