Steckbrief

Eichelhäher

Familie/GattungRabenvögel (Corvidae) 
Vorkommen Wälder, Parks und Gärten
Herkunft Europa, Nordafrika, Teile Asiens 
GrößeKörperlänge 32 – 35 cm
NahrungSamen und Früchte, Insekten 
BesonderheitStandvogel oder Kurstreckenzieher
Eichelhäher

Eichelhäher

Garrulus glandarius

Im Herbst sammelt der Eichelhäher Tausende von Eicheln. In seinem Kehlsack kann er bis zu zehn dieser Früchte transportieren und vergräbt sie dann als Vorrat für Winter und Frühjahr im Boden. Dieser typischen Eigenschaft verdankt er auch seinen Namen. Das eine oder andere Versteck gerät dann aber auch bei Eichelhähern in Vergessenheit und so trägt er zur Verbreitung von Eichen bei. Das ist nicht nur gut für die Eichen, sondern auch für den Eichelhäher, der so langfristig seinen Lebensraum und das Vorkommen seiner Leibspeise sichern kann. 

Weibliche und männliche Eichelhäher unterscheiden sich nicht in der Färbung des Gefieders. Beide Geschlechter zeigen an Stirn und Scheitel weiße Partien, deren Federn die Eichelhäher zu einer Haube aufstellen können. Ein schwarzer Bartstreif unter dem Schnabel ist ebenso auffällig. Während Kehle und Kinn weiß sind, setzt sich rötliche-beigefarbene Färbung von Ohren, Hals und Nacken bis auf den Rücken, die Schultern und die Unterseite fort. Die Mitte des Bauches und der untere Schwanz und Bürzel sind weiß, besonders gut sind diese Teile des Federkleids im Flug zu sehen. Besonders auffällig sind die Flügel: von beige-rosa über schwarz-himmelblaue Querstreifen bis hin zu den weißen Federn außen. 

Im Frühjahr versammeln sich die Eichelhäher und sind dabei sehr lautstark und lebhaft. Wie andere Rabenvögel auch verfolgen sie sich zunächst in atemberaubenden Manöver in der Luft. Der Zweck dieser Rituale, an denen mindestens drei, manchmal bis zu 50 Tiere teilnehmen ist nicht komplett erforscht, sie dienen sicherlich aber auch der Partnersuche, denn nach den Frühjahrsversammlungen beginnt die Paarungszeit. Akustisch auffallend ist der rätschende Alarmruf des Eichelhähers, der auch an Mäusebussarde oder Graureiher erinnert. 

In der Brutzeit von März bis August legen die Elsterweibchen vier bis sechs grün bis braun gefärbte Eier. Meist besteht die Brutsaison nur aus einer Brut im Jahr. Das Männchen ist oft für die Nistplatzwahl zuständig. Bevorzugt wird dichtes Geäst, in das Weibchen und Männchen dann in eineinhalb bis acht Metern Höhe gemeinsam ein gut verborgenes Nest bauen. 

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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