Steckbrief

Elster

Familie/GattungRabenvögel (Corvidae)
Vorkommen Landschaften mit Büschen und Bäumen, Siedlungen und Parks
Herkunft Asien, Europa, Nordafrika
GrößeKörperlänge 44 – 46 cm
NahrungInsekten, Regenwürmer, Aas, Vogeleier, Sämereien
BesonderheitStandvogel
Elster

Elster

Pica pica

Elstern gehören zu den intelligentesten Tieren. Sie wenden eigene, kreative Lösungen an, um an Futter zu kommen, und gehören neben einigen Affenarten und Delfinen zu den wenigen Tieren, die ihr Spiegelbild erkennen. 

Durch das schwarz-weiße Federkleid und die auffällig gestreiften Flügel sind Elstern sehr leicht zu erkennen. Mit einem wellenförmigen Flatterflug bewegen sie sich durch die Luft, bei einer Spannweite von bis zu 60 cm sind sie aber auch gute Gleiter. Elstern sind auch leidenschaftliche Sammler: Besonders abgesehen haben sie es auf glitzernde Gegenstände. 

Ihre Sammelleidenschaft und die Tatsache, dass sich Elstern zum Teil auch von Eiern anderer Vögel ernähren, haben den schwarz-weißen Allesfressern einen schlechten Ruf eingebracht. Deshalb wurden sie fast ausgerottet; sie stellen aber keine Gefahr für den Bestand von Singvögeln dar. Umso besser, dass sich der Bestand in Europa wieder erholt hat. Als Kulturfolger leben sie inzwischen auch in der Nähe von Menschen und bevölkern Städte und Siedlungen. In Teilen Asiens gelten Elstern übrigens als Glückssymbol. 

Elsterneltern bleiben, wenn sie einmal gemeinsam gebrütet haben, ein Leben lang zusammen. Nachdem sie sich gemeinsam für den richtigen Platz entschieden haben, bauen Elstern ihr fast kugelförmiges Nest gerne an unzugänglichen Plätzen in großen Laubbäumen, an Steilfelsen oder im dichten Gebüsch. Das Männchen versorgt in der Brutzeit zwischen März und Mai das Weibchen mit Futter. Die dunkelgrünen Eier der Elster bleiben so niemals unbeaufsichtigt. Das Gelege umfasst zwischen vier und acht Eiern. Es dauert zwischen 24 und 30 Tagen, bis die Jungvögel zum ersten Mal das Nest verlassn, aber auch danach bleiben sie zunächst abhängig von der Hilfe der Eltern. 

Nicht brütende Elstern kommen zu sogenannten Schlafgemeinschaften zusammen: Im Winter finden sich dann zwischen 20 und bis zu 100 Tiere am gemeinsamen Schlafplatz ein. So bieten sich die meist einjährigen Jungtiere gegenseitig Schutz vor größeren Raubvögeln und können tagsüber gemeinsam jagen. Als äußerst kommunikationsfreudige Tiere warnen sich die Elstern auch gegenseitig vor Feinden. Ihr Ruf ist dabei laut und durchdringend.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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