Steckbrief

Girlitz

Familie/GattungFinken (Fringillidae)
Vorkommen Parks, Gärten und Siedlungen, Wälder
Herkunft Nordafrika, Kontinentaleuropa, Kleinasien
GrößeKörperlänge 12 cm
NahrungKnospen, Samen, Kräuter, kleine Insekten
BesonderheitStandvögel, Kurzstreckenzieher
Girlitz

Girlitz

Serinus Serinus

Seinen Namen hat sich der Girlitz durch seinen Gesang, der sich wie ein „zirrirrilit“ anhört, selbst erarbeitet. Mit dem Kanarienvogel, der auch zur Gattung der Girlitze gehört, ist er nah verwandt. Die Ähnlichkeit zeigt sich nicht nur in der Körper- und Schnabelform, sondern auch in den ausgeprägten Gelbtönen des Gefieders. Die weiblichen Girlitze haben einen auffällig gestreiften Bauch und sind insgesamt etwas matter gefärbt. 

Erst in den vergangenen 200 Jahren hat sich der Girlitz aus dem Mittelmeerraum in Mitteleuropa ausgebreitet. Viele der heute in nördlicheren Breiten brütenden Girlitze kehren im Winter in den Süden zurück und treffen dort auf die im Mittelmeerraum als Standvögel lebenden Artgenossen. 

Kleinräumige und abwechslungsreich bewirtschaftete Siedlungsräume mit ausreichend hohem Baumbewuchs bieten gute Bedingungen für die Girlitze, die zweimal im Jahr brüten. Nachdem sich ein Paar den ausführlichen Balzritualen inklusive Tanz- und Gesangsaufführungen hingeben hat und der Nistplatz geprüft wurde, beginnt der Nestbau. Dazu suchen Girlitze gerne hohe Nadelbäume oder dichte Bäume und Büsche aus. Ein Gelege besteht aus drei bis fünf bräunlich bis bläulichen Eiern mit rot-violetten Flecken. Das Weibchen brütet etwa zwölf bis 14 Tage, das Männchen ist in dieser Zeit für die Versorgung zuständig und füttert das Weibchen aus dem Kropf. Nach dem Schlüpfen übergibt er dann auch dem Weibchen das Futter, das dieses dann an den Nachwuchs weitergibt. Später füttert das Vogelmännchen den Nachwuchs auch direkt. 

Nach etwas mehr als zwei Wochen verlassen die Jungen das Nest. Dann zeigen meist die Männchen, wie es mit der Nahrungssuche am besten klappt, der Nachwuchs wird im ersten Lebensmonat noch von den Eltern versorgt. In dieser Zeit beginnt das Weibchen bereits mit der zweiten Brut. 

Girlitze verständigen sich durch Rufe und Gesang. Wenn Fressfeinde in Sicht kommen, suchen sie den Schutz von Büschen und Bäumen und warnen ihre Artgenossen mit einem Warnruf. Gibt es unter Girlitzen Streit, meist geht es um Futter, drohen sich die Rivalen meist nur. Eine Auseinandersetzung kann aber auch in gegenseitiges Hacken und Jagen ausarten und zwar so lange, bis einer der Rivalen durch die Streckung des Körpers und Anlegen der Flügel seine Niederlage signalisiert.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

Keine Aktion mehr verpassen!

Newsletter abonnieren und Infos, Gutscheine und mehr sichern.

Werden Sie Kölle-Zoo Fan!

Alle News rund ums Tier und Veranstaltungen auf Facebook.