Steckbrief

Grünfink

Familie/GattungFinken (Fringillidae)
Vorkommen Feldgehölze, Parks und Gärten; Siedlungen und Waldrändern
Herkunft Europa, Nordafrika und Westasien
GrößeKörperlänge 14 – 16 cm
NahrungPflanzenteile, Beeren und Knospen, im Winter Samen, Früchte
BesonderheitÜberwiegend Standvögel, in Norderuopa zum Teil Zugvögel
Grünfink

Grünfink

Carduelis chloris

Die Ähnlichkeit des Grünfinken mit dem Buchfink ist gut erkennbar, schließlich sind die beiden Arten aus der Familie der Finken ja auch nahe verwandt. Der Grünfink, der auch Grünling genannt wird, ist im Unterschied zum bunten Buchfink eher einfarbig grün mit zum Teil leuchtend gelben Flügel- und Schwanzspitzen. 

Der Grünfink ernährt sich fast ausschließlich von Pflanzen. Beeren, Knospen und andere Pflanzenteile stehen im Sommer auf dem Speiseplan, im Winter verlegt er sich vor allem auf Samen und Früchte mit hohem Ölgehalt. 

Ursprünglich bewohnt der Grünfink lichte Baumbestände; als Kulturfolger hat er sich mit der Nähe der Menschen arrangiert und bewohnt Großstädte bis in die Zentren. Wo er zumindest begrünte Hausfassaden findet, oder besser noch einzelne Bäume oder Baumreihen, fühlt sich der Grünling wohl. Dichte Büsche im Garten sind schon ausreichend, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, einen Grünfinken beobachten zu können. Gerne nimmt der Hecken- und Gebüschbrüter auch dicht gewachsene Kletterpflanzen an Hausfassaden, Streuobstwiesen oder Parkanlagen als Quartier. Darin kann er sich gut vor seinen Feinden verstecken und beginnt dann im Frühjahr an gut geschützten Stellen mit dem Nestbau. 

Schon im Winter beginnt die Paarungszeit und die Männchen und Weibchen der Grünfinken kommen sich näher. Die Brutzeit beginnt im April und endet im Juni. Das Weibchen beginnt mit dem Bau des napfförmigen Nestes und vollendet dieses auch selbständig. Ein durchschnittliches Gelege besteht aus fünf bis sechs weißen Eiern mit dunkelbraunen Flecken und Punkten. Das Weibchen brütet die Eier etwa zwei Wochen lang aus, das Männchen beteiligt sich durch Nahrungsbeschaffung und Füttern an der Aufzucht der Küken. Die Jungvögel erhalten als Nahrung zunächst Blattläuse und werden dann an einen Brei aus Samen gewöhnt, den die Eltern zuvor im Kropf eingeweicht haben. 

Um den Grünfink an seinen Lautäußerungen zu erkennen, sollte man wissen, dass der Gesang dieser Wildvogelart unterschiedlich klingen kann. Man unterscheidet zwei sehr verschiedene Grundformen: einerseits das eher unmusikalische, krächzend vorgetragene „dschrüüjuh“ und andererseits der eher wohlklingende, melodische und an Kanarienvögel erinnernde Gesang mit Trillern, Pfiffen und schnellem Zwitschern. Es kommt aber auch vor, dass beide Gesangstypen vermischt werden.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

Keine Aktion mehr verpassen!

Newsletter abonnieren und Infos, Gutscheine und mehr sichern.

Werden Sie Kölle-Zoo Fan!

Alle News rund ums Tier und Veranstaltungen auf Facebook.