Steckbrief

Kohlmeise

Familie/GattungMeisen (Paridae)
Vorkommen Wälder, Siedlungen und Städte
Herkunft Europa und West- und Zentralasien
GrößeKörperlänge 14 cm
NahrungInsekten, Spinnen, Spinnentiere, Sämereien, Nussfrüchte, Obst
BesonderheitStandvogel oder Kurzstreckenzieher
Kohlmeise

Kohlmeise

Parus major

Kohlmeisen gelten als intelligent und anpassungsfähig. Die Wildvögel mit auffällig gelbem Bauch, schwarzem Bauchstreifen, schwarzem Kopf und weißen Wangen kommen gut mit der Nähe von Menschen aus. Eine Besonderheit: Kohlmeisen verfügen über ein großes Repertoire an eigenen Gesangsmotiven, können den Gesang anderer Meisen aber auch meisterhaft kopieren. Dadurch kommt es gelegentlich zu Verwechslungen. Leichter fällt die Erkennung an äußerlichen Merkmalen wie dem schwarz-weiß gestreiften Kopf und dem schwarzen Bauchstreifen über der gelben Unterseite. 

Laub- und Mischwälder mit altem Baumbestand sind eigentlich die bevorzugten Lebensräume der Kohlmeise. Sie fühlt sich aber auch in von Menschen geformten Kulturlandschaften wohl und hat dabei großen Erfolg, denn Kohlmeisen zählen zu den am häufigsten vorkommenden Vogelarten. So besiedeln Kohlmeisen auch einzelne Baumgruppen, Hecken mit eingestreuten Bäumen oder auch Parks, Friedhöfe, Obstgärten oder Grünflächen mit Einzelbäumen inmitten von Städten. Besonders gerne nimmt diese in unseren Breiten größte Meisenart auch von Vogelliebhabern aufgestellte Nistkästen an. 

Im Wettbewerb mit anderen Meisenarten und Wildvögeln um Brutstätten und Futter schneidet die Kohlmeise oft gut ab und kann sich behaupten. Dies gelingt noch besser gemeinsam mit Verbündeten: In der kalten Jahreszeit tun sich Kohlmeisen gerne mit anderen Meisen, Goldhähnchen, Baumläufern und Buchfinken zusammen und bilden Wintertrupps, in denen Kohlmeisen besonders dominant auftreten. 

Die Brutzeit beginnt im März und endet im August. Kohlmeisen brüten einmal im Jahr, zwei Bruten im Jahr sind aber, je nach Ernährungssituation, in einigen Regionen nicht selten. In der Paarungszeit inspizieren die Vögel gemeinsam verschiedene mögliche Bruthöhlen, aus dieser Vorauswahl wählt das Weibchen dann die beste Brutstätte aus und beginnt mit dem Nestbau. Dafür braucht sie unterschiedlich lange, zwischen einer Woche und einem Monat. Das Weibchen legt sechs bis 12 weiße, rot bis braun gefleckte oder gesprenkelte Eier. Die Brutdauer beträgt zwischen zehn und 17 Tagen. Die Küken werden von beiden Elternteilen gefüttert und bleiben zwischen 16 und 22 Tage in ihrem Nest. Die jungen Kohlmeiseneltern sind dann ständig im Einsatz. Von Blättern und Zweigen sammeln sie fleißig Blattläuse, Raupen und Spinnen, um ihren vielköpfigen Nachwuchs zu ernähren. 

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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