Steckbrief

Mauersegler

Familie/GattungSegler (Apodidae)
Vorkommen Städte und Dörfer, Wälder
Herkunft Europa, Asien, überwintert in Afrika
GrößeKörperlänge 16 – 17 cm
NahrungFluginsekten, Spinnen, Läuse, Ameisen und Käfer
BesonderheitLangstreckenzieher
Mauersegler

Mauersegler

Apus Apus

Ihr Name verrät es bereits: Mauersegler sind sehr gute Gleiter. Mit einer Spannweite von bis zu 48 cm überwinden sie große Distanzen, wenn sie zu ihren Winterquartieren südlich der Sahara aufbrechen. Aber auch auf Kurzstreckenflügen sind sie mit ihrem kurzen, gegabeltem Schwanz schnell und wendig. 

Das ganze Gefieder zeigt sich bei männlichen und weiblichen Tieren braun bis schwarz, nur die Kehle leuchtet grau bis weiß hervor. Jungvögel haben ein weniger glänzendes Gefieder mit eher weißen Federn an der Kehle, sehen sonst aber aus wie ihre erwachsenen Artgenossen. Die kurzen Beine des Mauerseglers sind im Flug fast nicht zu sehen, die Flügel wie Sicheln ausgebreitet. So erinnern die auch als „Turmschwalben“ bezeichneten Mauersegler zwar an Schwalben, sind mit diesen aber nicht eng verwandt: Mauersegler gehören der Familie der Segler an, Schwalben bilden eine eigene Familie. Am Flugverhalten ist der Unterschied gut zu erkennen. Während Schwalben eher hektisch flattern, zeigt sich der Mauersegler im Flug eleganter. Seine Flügel sind im Gleitfug fast horizontal ausgestreckt, auch wechselt er zwischen unterschiedlich langen Schlag- und Gleitphasen. 

Von Natur aus brüten die Mauersegler in Baum- und Felsenhöhlen. In von Menschen bewohnten Gebieten, finden sie jedoch auch in Großstädten in Türmen und unter Dächern von Fabriken und alten Häusern geeignete Nistplätze. Manchmal übernehmen Mauersegler die Bauten anderer Mauer- und Höhlenbrüter; meist räumen Staren, Haussperlinge und Hausrotschwänze ihre Nester nicht freiwillig, der Mauersegler kann sich aber meist, auch unter Gewaltanwendung, durchsetzen. Während des Nestbaus und der Brutzeit fliegen sie kunstvoll dicht an den Mauern entlang. Ab Juli sind dann ganze Kolonien von Mauerseglern zu beobachten. Schrille und hohe Laute sind Während der Brutzeit typisch für die brütenden Paare in Nestnähe. Pro Gelege werden drei Eier gelegt, die etwa drei bis vier Wochen bebrütet werden. Bis zu acht Wochen bleiben die Jungvögel im Nest der Eltern, unter günstigen Bedingungen aber auch kürzer. 

Insekten und Spinnen, die der Mauersegler im Flug erbeutet, stellen seine Hauptnahrung dar, denn als exzellenter Flugkünstler fängt er seine Nahrung am besten in der Luft. Kein Wunder also, dass auch die Nestlinge mit im Flug erbeuteter Nahrung versorgt werden. 

Erscheinen Feinde am Himmel, wie etwa Baumfalken und andere größere Greifvögel, vereinen sich die Mauersegler zu einem Schwarm, oft auch gemeinsam mit Schwalben. Sie kreisen dann gemeinschaftlich über und hinter dem Angreifer und schrauben sich wie dieser in luftige Höhen. Gelegentlich erfolgen auch Scheinangriffe auf die Fressfeinde. Entfernt sich der Feind, wird er noch eine Weile verfolgt. Attackierenden Greifvögeln gelingt es durch diese Abwehrtaktik selten, ein einzelnes Tier aus dem Schwarm zu erbeuten.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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