Steckbrief

Mönchsgrasmücke

Familie/GattungGrasmückenartige (Sylviidae)
Vorkommen Baumbestände aller Art, Wälder, Parks und Gärten
Herkunft Fast ganz Europa, Nordafrika, Schwarzes Meer bis Zentralasien
GrößeKörperlänge 13 cm
NahrungInsekten und Insektenlarven, Spinnen, Beeren und Früchte sowie Nektar und Staubblätter
BesonderheitKurz- oder Langstreckenzieher
Mönchsgrasmücke

Mönchsgrasmücke

Sylvia atricapilla

Während das Gefieder der Mönchsgrasmücke insgesamt eher unscheinbar grau bis leicht bräunlich bleibt, ist die „Kappe“, also die Oberseite des Kopfes, besonders auffallend: Bei den Männchen ist diese schwarz, im Winter braun bis schwarz oder gemischt, Weibchen und Jungvögel dagegen zeigen eine Kappe aus rotbraunem Gefieder. So richtig trifft der lateinische Artname „atricapilla“ („Schwarzköpfchen“) also nur auf die männlichen Tiere zu.  

Mönchsgrasmücken finden sich am liebsten in dichter Laubvegetation ein und genießen den Schatten, den diese bietet. Laub- und Mischwälder mit ausreichend Feuchtigkeit sind ursprüngliche Lebensräume, aber auch in naturnahen Gärten und Parks, am besten mit von Efeu überwucherten Gebüschen, findet sich die Mönchsgrasmücke gerne ein. So haben es diese Wildvögel bis in die Zentren der Großstädte geschafft. Dabei kommt den Vögeln ihre Flexibilität bei der Nahrungssuche zugute: Die Mönchsgrasmücke ist nicht sehr wählerisch und ernährt sich sehr abwechslungsreich, zum Beispiel von verschiedensten Straucharten. Während der Brutzeit sind Insekten und Insektenlarven die meistgenutzte Nahrung, im Sommer und Herbst aber auch Beeren und Früchte. 

Mönchsgrasmücken sind sehr reviertreu, das heißt, sie bleiben in ihrer Umgebung, wenn es ihnen dort gefällt. Das führt dazu, dass die Tiere, die meist eine monogame Saisonehe führen, auch öfter wieder gemeinsam mit dem Partner der letzten Saison brüten. Dazu findet sich zunächst das Männchen im Brutgebiet ein und beginnt gleich mehrere Nester zu bauen. Eines davon wird dann nach reiflicher Überlegung vom Weibchen vollendet. Ausschlaggebend bei der Auswahl des Nistplatzes ist zum Beispiel, ob der Platz nicht zu hoch in Bodennähe und im möglichst dichten Gebüsch liegt. Aus Gräsern, Moos und Wurzeln bauen die Mönchsgrasmücken ein napfförmiges Nest für meist fünf Eier. Diese werden zehn bis 15 Tage lang bebrütet, nach knapp zwei Wochen verlassen die Jungvögel das Nest. Nach der Nestflucht werden die Jungvögel aber noch zwei bis drei Wochen von den Eltern versorgt. 

Brütende Mönchsgrasmücken sind sehr störungsempfindlich. Es genügt die zu große Nähe eines Menschen und sie verlassen das Nest, auch wenn die Eier bereits gelegt sind. Zum Schutz der Mönchsgrasmücke sollte man sich den brütenden Tieren also nicht nähern.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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