Steckbrief

Rabenkrähe

Familie/GattungRabenvögel (Corvidae)
Vorkommen Offene und halboffene Landschaften, meidet geschlossene Wälder
Herkunft Europa, Asien
GrößeKörperlänge 44 – 51 cm
NahrungAllesfresser
BesonderheitStandvogel
Rabenkrähe

Rabenkrähe

Corvus corone

Ein kräftiger runder Schnabel, eine flache Stirn und das fast gerade Schwanzende kennzeichnen diesen ganz in glänzendem Schwarz gefiederten Vertreter der Rabenvögel. Eng verwandt sind die Nebelkrähen, eine Zwillingsart der Rabenkrähe mit grau-schwarzem Federkleid, die in Deutschland vor allem östlich der Elbe anzutreffen sind. 

Die sehr intelligente und mit einem guten Gedächtnis ausgestattete Rabenkrähe wird auch etwas uncharmant als Aaskrähe bezeichnet, ein Hinweis auf die Ernährungsgewohnheiten dieses bis zu einem halben Meter langen Vogels mit einer Spannweite von oft über einem Meter. Sie sind Allesfresser und ernähren sich vielseitig, vor allem von Getreidesamen und Wirbellosen, kleinen Wirbeltieren, aber auch Vogeleiern, Aas und Abfall. Je nach Region und Jahreszeit sind die Ernährungsgewohnheiten unterschiedlich. In Weidegebieten spielt Aas im Winter eine große Rolle, im Meeresnähe ernähren sich manche Rabenkrähen fast ausschließlich von Seevogeleiern und kleinen Krebsen. 

Die Flexibilität bei der Nahrungsaufnahme und die Anpassungsfähigkeit der Rabenkrähe haben dazu geführt, dass diese Tiere in unseren Breiten auch großstädtische Parks und Gärten bewohnen und sich außer in dichten Wäldern und steilen Hanglagen fast überall wohlfühlen. Rabenkrähen wurden früher systematisch gejagt, weil man sie zu Unrecht für Schädlinge hielt und ihre Eigenschaft als Nesträuber überbewertete. Seit Ende des 20. Jahrhunderts lässt der Verfolgungsdruck aber nach und die regional dezimierten Bestände erholen sich wieder. 

Zwischen Ende Februar und Ende Mai beginnt die Brutzeit. Dafür suchen Rabenkrähen hohe Bäume oder Masten, aber auch Felsnischen. Das Nest ist eine meisterhafte Konstruktion aus vier Schichten, die zum Inneren hin immer feinere und weichere Materialien enthält. Das Nest wird von Rabenvögeln nur einmal verwendet, aber von anderen Vogelarten wie Eulen und Falken später gerne übernommen. Eine Rabenkrähe legt einmal im Jahr zwischen zwei und sechs bläulich-grünliche Eier, aus denen nach knapp drei Wochen die Jungen schlüpfen. Nach etwa einem Monat sind diese flügge und verlassen das Nest der Eltern. 

Verpaarte Rabenkrähen verteidigen ihr Revier gegenüber Artgenossen, nicht brütende Vögel sind gesellig, sammeln sich abends an Schlafplätzen und gehen auch gemeinsam auf Nahrungssuche.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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