Steckbrief

Rotkehlchen

Familie/GattungDrosselvögel (Turdidae)
Vorkommen Wälder, Hecken und Unterholz, Parks und Gärten
Herkunft Nordafrika, Europa, Kleinasien
GrößeKörperlänge ca. 14 cm
NahrungInsekten, insbesondere Käfer und Insektenlarven, Spinnen, Beeren und Früchte
BesonderheitStandvogel, teilweise Kurzstreckenzieher
Rotkehlchen

Rotkehlchen

Erithacus rubecula

Das Rotkehlchen ist einer der häufigsten Singvögel in unseren Breiten. Das charakteristische orangefarbene Gefieder von Stirn bis Brust hat dem lebhaften kleinen Vogel seinen Namen gegeben. Der Bauch ist weiß und die Flanken grau bis beige, dunkelgrün bis braun sind hingegen die Oberseite und die Schwanzfedern. 

Ähnlich wie die Amsel und andere Wildvögel war das Rotkehlchen ursprünglich nur in bewaldeten Gebieten zuhause, hat sich aber zunehmend an die Nähe der Menschen gewöhnt und lebt heute auch in Gärten und Parks. Dort bevorzugt es Hecken und Büsche in Bodennähe. Während sich die Vögel mit dem rundlichen Körperbau in der Brutzeit vor allem von Insekten und Insektenlarven ernähren, freuen sie sich im Sommer und Herbst auch über abwechslungsreiche vegetarische Kost wie zum Beispiel die eine oder andere Beere und verschiedene Früchte. 

Anfang April beginnt die Brutzeit. Nicht selten brüten Rotkehlchen zweimal im Jahr. Sie sind in der Wahl ihres Nistplatzes nicht sehr festgelegt, wichtig ist die halbhöhlenartige Form und der Schutz vor Regen. Das Nest wird, anfangs vor allem vom Weibchen, oft auf dem Boden unter Baumstämmen, zwischen Wurzeln, in Erdlöchern oder im Gras gebaut. Auf niedriger Höhe angebrachte Nistkästen nehmen Rotkehlchen ebenso gerne an wie auch zurückgelassene Nester von Amseln, Singdrosseln, Waldlaubsängern und Goldammern. Drei bis sieben gelbe Eier mit rotbraunen Punkten und Strichen umfasst das Gelege, das ungefähr zwei Wochen lang bebrütet wird. In der Regel zwölf bis 15 Tage später verlassen die Jungvögel zum ersten Mal das Nest. Dabei sind sie jedoch oft noch nicht in der Lage zu fliegen und verstecken sich deshalb am Boden, wo sie von ihren Eltern noch einige Tage weiter gefüttert werden. Während dieser Phase sind die Jungvögel sehr gefährdet und fallen oft Fressfeinden zum Opfer. 

Rotkehlchen fallen außer durch ihre leuchtend orange-rote Kehle vor allem durch ihr Stimmvolumen auf; und das bei gerade mal 14 cm Körperlänge. Nur zum Singen wechseln sie auf eine erhöhte Position mit Ausblick und guter Akustik, sonst leben sie fast ausschließlich auf dem Boden. Ihr Gesang ist sehr abwechslungsreich und ausdauernd. Vielfältige Muster und Motive wechseln sich ab, gerne imitiert es auch andere Singvögel und beweist darin echte Meisterschaft. Berühmt ist das Rotkehlchen auch für seinen fast wehmütigen Klang, dessen Töne perlend, aber auch scharf gerufen zu hören sind.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

Keine Aktion mehr verpassen!

Newsletter abonnieren und Infos, Gutscheine und mehr sichern.

Werden Sie Kölle-Zoo Fan!

Alle News rund ums Tier und Veranstaltungen auf Facebook.