Steckbrief

Singdrossel

Familie/GattungDrosseln (Turdidae)
Vorkommen Wälder, Parks und Gärten mit Bäumen
Herkunft Europa, Nordafrika, Westasien und Westsibirien
GrößeKörperlänge: 23 cm
NahrungRegenwürmer, Insekten, Schnecken, Beeren
BesonderheitGrößtenteils Zugvögel, in Westeuropa zum Teil Standvögel
Singdrossel

Singdrossel

Turdus philomelos

Etwas kleiner als die Amsel mit eher kurzen Schwanzfedern kommt die Singdrossel daher. Unauffällig gefiedert ist sie mit ihren Brauntönen meist gut getarnt. Während der Brustbereich gefleckt ist, sind Oberseite und Unterflügel braun bis gelbbraun. Weibchen und Männchen sind äußerlich nahezu identisch, die männlichen Exemplare sind nur etwas größer. 

Genauso wie die Amsel singt sie gerne in den Abendstunden. Charakteristisch ist ihr außergewöhnlicher Gesang. Eine ausgeprägte Melodie aus mehreren deutlich unterscheidbaren Elementen wiederholen die Singdrosseln zwei bis drei Mal, typischerweise ausgeschmückt mit einzelnen Trillern oder Rollern. Dabei sitzt sie wie andere Drosseln auf einem exponierten Zweig und lässt so ihre Gesangsdarbietung weit in die Umgebung erklingen. 

Wenn sie gerade nicht ihrem musikalischen Hobby nachgeht, ist die Singdrossel im Unterholz unterwegs auf Nahrungssuche, wo sie sich oft nur durch ihr Rascheln zu erkennen gibt. Findet man zerbrochene Schneckenhäuser, die um einen Stein verstreut liegen, hat man die „Schmiede“ einer Singdrossel entdeckt: Schnecken zählen nun einmal zu den bevorzugten Mahlzeiten der Singdrossel. Um nun an das begehrte Innere zu kommen, verwenden Singdrosseln geschickt einen Stein als Werkzeug und setzen ihren kräftigen Schnabel als Hammer ein. Zurück bleibt nach dem Festmahl nur die „Drosselschmiede“. 

Singdrosseln bleiben gerne unauffällig, besonders in der Brutzeit von März bis August. Dann bauen die werdenden Singdrosseleltern ihr Nest, am liebsten gut versteckt in Laub- oder Nadelbäumen. Das stabile Nest bauen sie aus Gras und Laub mit einer Mulde aus morschem Holz, Lehm oder feuchter Erde. Die Eier des Geleges sind himmelblau bis grünlich, aus ihnen schlüpfen nach zwei Wochen Brutzeit vier bis sechs Küken. Singdrosseln brüten meist zweimal pro Saison. 

Die unauffällig lebenden Vertreter der Familie der Drosselvögel sind auf alten Baumbestand angewiesen. Bei einer leicht ausgeprägten Vorliebe für Nadelbäume brauchen Singdrosseln besonders dichten Unterwuchs, Schatten und genügend Feuchtigkeit. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, fühlt sie sich auch in der Nähe von Menschen in naturnahen Gärten und Parks wohl.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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