Steckbrief

Tannenmeise

Familie/GattungMeisen (Peridae)
Vorkommen Nadel- und Mischwälder, Gärten
Herkunft Europa, Asien, Nordafrika
GrößeKörperlänge 11 cm
NahrungInsekten, Baumsamen
BesonderheitStandvogel, teilweise Kurzstreckenzieher
Tannenmeise

Tannenmeise

Parus ater

Mit gerade einmal elf Zentimeter Körperlänge ist die Tannenmeise die kleinste Vertreterin der Meisen in unseren Breiten. Wie andere Vertreter ihrer Art lebt sie in baumreichen Habitaten, der Name Tannenmeise weist zudem eindeutig auf eine gewisse Vorliebe für Nadelbäume hin. In der Nähe von Menschen lebt sie auch gerne in Gärten und Parks, aber natürlich nur, solange ausreichend Nadelbäume vorhanden sind. 

Tannenmeisen sind genügsam und anpassungsfähig. So haben sie sich ein riesiges Verbreitungsgebiet erobert und gehören zu den häufigsten Wildvögeln in Europa. Die nur acht bis zehn Gramm leichten Tannenmeisen sind gute Kletterer und kommen so auch bis auf die dünneren Zweige, die andere Vögel nicht mehr erreichen. Dort finden sie meist ausreichend Baumsamen, im Winter vor allem Fichtensamen. Auch kleinere Insekten stehen auf dem Speiseplan. 

Zu erkennen ist die Tannenmeise an ihrem schwarzen Scheitel, dem weißen Nackenfleck, den weißen Wangen und dem schwarzen Kinnlatz. Von der eng verwandten Kohlmeise unterscheidet sie sich durch die weiß bis beigefarbene Unterseite; die Tannenmeise hat im Gegensatz zur Kohlmeise keinen schwarzen Bauchstreifen. 

Mit hellem, klarem Gesang machen Tannenmeisen auf sich aufmerksam. Während der Paarungszeit zeigen die männlichen Vögel zudem einen auffälligen Tanz. Sie beugen sich mit flatternden Flügeln und gefächertem Schwanz nach vorn oder stolzieren mit aufgeplustertem Gefieder, aufgerichtetem Schwanz und herabhängenden Flügeln. 

In Mitteleuropa beginnt für die Tannenmeisen die Brutzeit im März und reicht bis in den August. Am liebsten beziehen sie Baumhöhlen als Nistplätze. Sind davon nicht genügend vorhanden, nutzen die Tannenmeisen auch Felshöhlen, Mauerlöcher oder Erdhöhlen für den Nestbau. Gemütlich mit Moos, Flechten, Wolle und Wurzeln hergerichtet, bezieht das Weibchen ihr Quartier und bebrütet etwa zwei Wochen lang meist acht bis neun weißliche Eier mit rostbraunen Flecken. Die jungen Tannenmeisen verlassen das Nest der Eltern nach knapp drei Wochen. 

Wenn gerade nicht Brutzeit ist, leben Tannenmeisen in kleineren Trupps mit anderen Meisen, aber auch Baumläufern, Goldhähnchen und Kleibern zusammen.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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