Steckbrief

Braunbrustigel

FamilieIgel (Erinaceidae)
GattungKleinohrigel (Erinaceus)
VorkommenGroßteil West- und Mitteleuropas sowie Teile des Baltikums bis hin zum Uralgebirge
GrösseCa. 22 – 30 cm Kopf-Rumpf-Länge
NahrungInsekten, kleine Säugetiere und Aas
BesonderheitNachtaktiver Einzelgänger, der von etwa November bis April Winterschlaf hält und sich bei Gefahr einrollt.
Braunbrustigel

Braunbrustigel

Erinaceus europaeus

Der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) wird auch Westeuropäischer Igel oder Westigel genannt und ist nahezu in ganz Europa beheimatet. Er ist eines der ältesten noch existierenden Säugetiere, denn seine Vorfahren lebten schon vor etwa 65 Mio. Jahren und sein Aussehen besitzt er seit ungefähr 15 Mio. Jahren.

Dank seinem dunkelbraunem Stachelkleid ist der kleine Nomade unverwechselbar.  Die Anzahl der Stacheln hängt vom Alter des Igels ab. In der Regel sind es 6.000-8.000 nachwachsende Stacheln, die seinen Rücken und die Kopfoberseite bedecken und seinen Körper schützen.

Mit seinem kräftigen Gebiss verspeist der friedliebende Igel am liebsten Insekten und gelegentlich sogar kleine Mäuse, Vogeleier und –küken oder Aas. Bei der Nahrungssuche verlässt er sich auf seinen ausgeprägten Geruchssinn und sein gutes Gehör. Fühlt sich ein Igel bedroht, kann er fauchen und laut schnauben. Bei der Paarung geben Igel Geräusche von sich, die einem Schnarchen oder Sägen recht ähnlich sind.

Am Tag verschläft der nachtaktive Igel rund 18 Stunden, um in der Dämmerung im Schutz der Dunkelheit aufzubrechen und das Revier nach Nahrung zu durchforsten. Igel sind ortstreu, wobei Männchen deutlich größere Reviere als die Weibchen haben, die sich überschneiden können. Ein territoriales Verhalten haben die Einzelgänger nicht und außerhalb der  Paarungszeit legen sie auf die Gesellschaft von Artgenossen keinen Wert. 

Von November bis April hält er seinen Winterschlaf, bei der die Körpertemperatur von 36°C auf 1-8°C sinkt. Er erwacht bei einer Außentemperatur von 15 Grad und bei Schlechtwetter nutzt er sein Winterquartier sogar bis in den Mai hinein. Insgesamt hat der Igel mehrere Nester und Quartiere, die er dann und wann aufsucht. Seinen Lebensraum bilden vorzugsweise auf Streuobstwiesen, Laubwaldränder, Wiesen mit toten Gehölzern, Büschen und vielseitigem Bewuchs. Aber auch Parkflächen und naturnahe Gärten in begrünten Wohnsiedlungen sucht er auf.

Die meisten Igel kommen nach einer 35-tägigen Tragezeit zwischen Juni und September, meist aber im August zur Welt und werden von der Igelin sechs Wochen gesäugt. Danach ist für die 200-250 Gramm leichten Jungigel intensive Futtersuche angesagt, denn sie müssen bis Anfang November 600-700 Gramm auf die Waage bringen, um durch den Winter zu kommen. Während ihres Winterschlafs verlieren sie 20 bis 40 Prozent ihres Körpergewichts.

Ausgewachsene Igel können bis zu 7 Jahre alt werden, im Schnitt haben sie jedoch eine Lebenserwartung von 2 bis 3 Jahren.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Shutterstock

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Igeln helfen

Damit Igel den Winter gut überstehen, müssen sie einiges vorbereiten. Weitere Tipps und Informationen, wie Sie den Tieren helfen können, finden Sie hier.

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