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Unser am 11. März geschlüpfter und von Hand aufgezogener kleiner Spix-Ara (Cyanopsitta spixii) entwickelt sich prächtig und wiegt nun im Alter von 35. Lebenstagen schon 258 g.
Am 22. März kam es zu einem historischen Ereignis, denn erstmals wurden im Rahmen der Zuchtprogramme für den in der Natur ausgestorbenen Spix-Ara und den bedrohten Lear-Ara (Anodorhynchus leari), zwei in der Loro Parque Fundacion (LPF) gezüchtete Jungtiere zurück in ihr Heimatland Brasilien gebracht, um dort mit entsprechenden Partnern in den Zoos von Sao Paulo und Belo Horizonte verpaart zu werden. Dabei wurde der Kurator der LPF Dr. Matthias Reinschmidt vom Botschafter der Loro Parque Fundacion, dem bekannten deutschen Showmaster und Moderator Frank Elstner begleitet.
Nachdem die Vögel gut in Sao Paulo in der staatlichen Quarantäne angekommen waren reisten Reinschmidt und Elstner, begleitet von einem deutschen Fernsehteam des SWR, das für das erste deutsche Fernsehprogramm (ARD) eine Dokumentation drehte, weiter, um auf "Spurensuche" zu gehen und gleichzeitig die von der LPF finanzierten Papageien-Schutzprojekte zu besuchen.
In der Caatinga wurden neben dem ehemaligen Lebensraum des Spix-Aras, auch die Brutfelsen und Fressareale der Lear-Aras besucht. Dabei konnten Schwärme von bis zu 150 Lear-Aras beobachtet werden. Die Reise führte das Team danach noch ins Pantanal, dem größten Sumpfgebiet der Erde und Rückzugsgebiet des Hyazintharas (Anodorhynchus hyacinthinus). Hier kamen neben den vielen blauen Aras auch noch zahlreiche andere Papageien- und Vogelarten sowie zahlreiche Säugetiere und Kaimane den Tierfilmern vor die Kamera. Der aus der Reise entstandene 90-minütige Dokumentarfilm, wird voraussichtlich Ende des Jahres im ersten deutschen Fernsehen ausgestrahlt werden.
Mitte März vertraten der Präsident der Loro Parque Fundacion Wolfgang Kiessling sowie der Diplombiologe Rafael Zamora die Loro Parque Fundacion in Doha, der Hauptstadt Katars, bei der alle drei Jahre stattfindenden Internationalen CITES-Konferenz (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora). Die Loro Parque Fundacion war dabei neben anderen zahlreichen Naturschutzorganisationen und Regierungsvertretern aus über 150 Staaten der Erde, vertreten. Wichtigster Verhandlungspunkt aller Teilnehmer war dabei die Biodiversität unserer Erde zu erhalten. Die LPF wird immer wieder wegen ihrer zahlreichen Schutzprojekte für bedrohte Tierarten und ihrem großen Erfahrungsschatz diesbezüglich zu Rate gezogen.
Bis Ende März konnten in der LPF schon 254 junge Papageien beringt werden, damit beginnt das Brutjahr sehr vielversprechend, denn die Zahlen liegen um einiges höher als im letzten Jahr.
Die Vorbereitungen zum 7. Internationalen Papageienweltkongress vom vom 22. bis 25. September 2010 in Puerto de la Cruz laufen auf Hochtouren. Dies ist das Großereignis des Jahres in der "Papageienwelt". Das Programm und die notwendigen Informationen dazu sowie Anmeldungsformalitäten können über den Koodinator des jeweiligen Landes bzw. über die Webpage www.loroparque-fundacion.org bezogen werden.
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