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Unmittelbar steht nun der 7. Internationale Papageienkongress bevor, die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, denn bald schon werden die ersten Teilnehmer und Referenten eintreffen, die diesen Kongress auch zum Anlass nehmen, ihn mit ein paar Tagen Urlaub auf Teneriffa zu verbinden. Alles deutet darauf hin, dass sich auch dieses Mal der Papageien-Kongress wieder zu einem absoluten Highlight entwickeln wird, das man nicht verpassen sollte.
Der junge Spix-Ara (Cyanopsitta spixii), der dieses Jahr im Frühjahr geschlüpft ist, hat sich nun, beim DNA-Test, als Weibchen herausgestellt. Im Alter von 135 Tagen war er endgültig selbstständig und zog aus dem Büro des Kurators, der ihn vom Ei an von Hand aufgezogen hatte, zusammen mit seiner älteren Schwester Turquesa aus dem Jahr 2004, die in den letzten Monaten dem jungen Vogel als Sozialisierungspartner zugesellt worden war, in eine große Flugvoliere in der separaten Anlage für Spix-Aras, in der zwei weitere Paare gehalten werden, um. Das junge Weibchen wurde auf den Namen Yara getauft. Es erhielt den Namen zu Ehren von Dr. Yara Barros, der brasilianischen Biologin, die den letzten freilebenden Spix-Ara im Freiland bis zu seinem Verschwinden im Jahr 2000, mit finanzieller Unterstützung der Loro Parque Fundacion (LPF), fünf Jahre lang beobachtet und wissenschaftlich begleitet hat und somit zusammen mit ihrem Team sehr viele Daten zur Ernährung, Verhalten und Lebensweise, der in der Natur seither ausgestorbenen Papageienart gesammelt hat, die uns ansonsten für immer verloren gegangen wären. Diese wichtigen Erkenntnisse werden eines Tages Grundlage für die in Zukunft anstehende Wiederauswilderung des Spix-Ara in seinen angestammten Lebensraum sein.
Das Zuchtjahr 2010 scheint auch für unsere Lear-Aras ein Außergewöhnliches zu sein. Denn inzwischen sind schon fünf Jungtiere von unseren beiden Zuchtpaaren geschlüpft, damit erhöht sich die Anzahl der insgesamt in der LPF gezüchteten Lear-Aras seit dem Jahr 2007 auf 15 Jungtiere.
Sehr gut läuft in diesem Jahr auch die Zucht der Loris. Nahezu doppelt soviele Jungtiere wie zur gleichen Zeit des letzten Jahres, konnten bisher beringt werden. 25 Lori-Arten waren damit in 2010 bis jetzt schon erfolgreich. Besonders erwähnenswert dabei sind drei junge Diadem-Loris (Eos histrio), acht junge Fergusson-Schwarzsteißloris (Lorius hypoionochrous devittatus), fünf Einsiedlerloris (Phigys solitarius) sowie zwei junge Apoloris (Trichoglossus johnstaniae), alles wichtige Nachzuchten zum Aufbau sich selbst erhaltender Zuchtstämme, dieser selten in Menschenhand gehaltenen Loriarten und im Falle der Diadem- und Apoloris auch in der Natur bedrohten Arten.
Überrascht haben uns in diesem Jahr auch unsere Ouvéa-Hornsittiche (Eunymphicus cornutus uvaeensis), die erstmals zwei Jungtiere selbstständig großzogen. Zuvor hatten wir die frisch geschlüpften Küken stets von Hand aufziehen müssen, da sie nicht von den Eltern versorgt worden waren. Nun hat es aber nach einer Reihe von Anläufen doch endlich geklappt. Ein schöner Erfolg, der sich hoffentlich in den nächsten Jahren fortsetzen wird.
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