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Der Gelbwangen-Kakadu - ein Vogel mit Ausstrahlung Nicht zu unrecht zählen Gelbwangenkakadus zu den beliebtesten Heimvögeln. Ihr freundliches, zutrauliches Wesen, ihre enge Bindung an den Menschen und ihr interessantes Sozialverhalten machen sie zu überaus individuellen Familienmitgliedern. Bei den Kakadus handelt es sich um mittelgroße bis große Papageien mit Längen zwischen 30 und 70 cm. Typisch für ihr Aussehen sind die verlängerten Federn auf Stirn und Scheitel in Form einer Haube. Die als Stubenvögel in Frage kommenden Arten sind häufig von heller oder weißer Färbung. Die Federn der Kopfhaube unterscheiden sich häufig von denen des Körpers. Das Verbreitungszentrum bilden Australien und Neuguinea. Nach Westen werden Kakadus bis nach Sulawesi und nach Norden bis zu den Phillipinen angetroffen. Auch auf den Molukken, den Salomoneninseln und den Inseln des Bismarckarchipels kommen Kakadus vor. In ihrer Heimat bewohnen sie offenes Waldland, hohe Bäume an Wasserläufen und auch die mit Bäumen bestandene Savanne. Ihre Nahrungsplätze sind oft kilometerweit entfernt. Sie sammeln sich zu großen Schwärmen von etwa 100 Vögeln und suchen diese mit raumgreifenden Flügelschlägen, unterbrochen von Gleitphasen, auf. Abends kehren sie wieder zu ihren Schlafbäumen zurück. Männchen und Weibchen lassen sich bei den Gelbwangenkakadus als Jungtiere kaum unterscheiden. Bei älteren Vögeln ist das Geschlecht aufgrund ihrer Augenfärbung zu erahnen. Gelbwangenkakadus sind weiß mit gelbem Ohrfleck. Die Haubenfedern sind lang, nach oben gebogen, zitronengelb, die Haubendeckfedern weiß. Die übrigen Federn von Kopf, Nacken und Kehle sind weiß, an der Wurzel gelblich. Die Hand- und Armschwingen haben unterseits der Innenfahnen eine gelbe Färbung. Ihre Hauptbrutzeit liegt im September und Oktober. Sie leben monogam, d.h. sie gehen eine lebenslange Ehe ein. Die Brutplätze befinden sich in Höhlen hoch in Bäumen. Ein Paar hat allgemein drei Eier, die im Wechsel von Weibchen und Männchen etwa 24 Tage bebrütet werden. Um den 60. bis 65. Lebenstag fliegen die Jungen aus. Der Familienverband bleibt noch längere Zeit bestehen. Die ersten Exemplare kamen bereits im 17. Jahrhundert durch Holländer nach Europa. Von allen Kakadus werden sie am häufigsten gepflegt, da sie sich für das Heim- und Familienleben bestens eignen. Die vom Kölle Zoo angebotenen Tiere sind durch die Handaufzucht besonders zahme und liebenswerte Pfleglinge. Wildfänge, die im übrigen nicht erworben werden sollten, bleiben stets scheuer und schreien laut, was bei den zutraulichen Vögeln äußerst selten vorkommt. Die Nachzucht der Gelbwangenkakadus ist sehr zu empfehlen, da ihr Bestand global bedroht ist Die anspruchslosen Mitbewohner lernen begeistert Kunststücke und haben ein beachtliches Nachahmungstalent. Außerdem ist ihnen ein großes Kontaktbedürfnis zu eigen. Am wohlsten fühlen sie sich in einer paarweisen Haltung, da die Menschenfamilie nie einen Artgenossen ersetzen kann. Gelbwangenkakadus sind von robuster Gesundheit, unempfindlich und ausdauernd. Trotz ihrer Unkompliziertheit haben auch sie einige Grundbedürfnisse, die erfüllt werden müssen. Neben dem ausreichend großen Heim brauchen sie täglichen Freiflug. Ein Freisitz, am besten in Form eines Kletterbaumes, ist daher notwendig. Sie lieben spielerische Beschäftigungen, und um ihnen diese natürliche Freude zu erhalten, kann ihnen jede Menge geboten werden. Es gibt beim Kölle Zoo Seile, Leitern und diverses anderes Klettermaterial sowie eigens für Papageien hergestelltes Spielzeug, das begeistert angenommen wird. Die Bestandteile dieser Produkte sind groß genug, um nicht verschluckt zu werden. Zur Inneneinrichtung des Heimes gehören Sitzstangen und Äste verschiedener Dicke, Futter- und Trinkspender, Sand, Sepiaschalbruch und wie erwähnt Klettergelegenheiten. Als Einstreu eignen sich Buchenholzspäne. Selbstverständlich kann die komplette Kakadu-Wohnung beim Kölle Zoo passend zusammengestellt werden. In der Natur ernähren sich die Vögel von Früchten, Beeren, Samen und Nüssen, die sie hoch in den Bäumen finden. Bei der Heimtierhaltung muss ihnen ebenfalls eine ausgewogene Mischkost zur Verfügung stehen. Deshalb bietet der Kölle Zoo Komplettfuttermischungen an, die ihre Bedürfnisse erfüllen. Da Kakadus oft aber recht wählerisch sind, gibt es extrudierte Papageienfutterpellets, die alle Nährstoffe enthalten und durch Vorbacken leichter verdaulich sind. Diese eignen sich als Alleinfuttermittel, da jegliche Ernährungsmängel ausgeschlossen sind. Zusätzlich stellen Obst und Gemüse einen sinnvollen Zusatz dar. Das Anbringen z.B. eines Apfels an einem schwer erreichbaren Ort kann eine Herausforderung zu einer genussvollen Beschäftigung bieten. Dieses Erarbeiten von Nahrung stellt schließlich auch in der Natur einen wesentlichen Bestandteil ihres Tagesablaufs dar. Die Vögel vom Kölle Zoo sind auf dem höchsten Gesundheitsstand. Sie sind endoskopiert, d.h. die Funktion der inneren Organe wurde überprüft. Sie stammen nur aus Nachzuchten. Dadurch ist der Qualitätsstandard aufgrund der professionellen Handhabung sehr hoch. Außerdem besitzen sie einen Legalitätsnachweis in Form einer Urkunde, aus der die wichtigsten Daten ersichtlich sind. Zudem haben sie einen PBFD-Test, ein Gesundheitsprotokoll, einen Polyoma-Test und sind in einwandfreiem optischem Zustand. Gerne können Sie sich von unserem Fachpersonal eingehend beraten lassen. Auf jeden Fall werden sich die Tiere ihren Besitzern dankbar zeigen, je ausgeglichener sie durch artgerechte Beschäftigung sind. Die angenehmen Familienmitglieder sind elegante, friedliche Schönheiten, die wesentlich zu einer harmonischen Atmosphäre beitragen können. Text: Bachinger
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| Ordnung: |
Papageien |
| Herkunft: |
Australien und Neuguinea |
| natürliche Lebensweise: |
paarweise oder in kleineren Verbänden, zur Nahrungssuche in großen Schwärmen von etwa 100 Tieren |
| Hauptbrutzeit: |
September/Oktober |
| Gelege: |
durchschnittlich drei Eier, Brutdauer ca. 22-24 Tage |
| Fütterungsempfehlung: |
Papageienfutterpellets P 15, Papageienfutter "Premium" von Versele-Laga, Multivitaminpräparat "Omni-vit", zusätzlich Obst und Gemüse |
| Buchtipp: |
Papageien (Band 1)
Franz Robiller, Ulmer Verlag, Stgt. 2001 | | |
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