Steckbrief

Antennenwels

FamilieHarnischwelse , Loricariid
UnterfamilieAntennenwelse
VorkommenSüdamerika in unterschiedlichen Gewässerformen
GrößeJe nach Art zwischen 12 und 15 cm
pH-WertUm 7
WasserhärteBis 25 °dGH
PflegeEinfach, auch in Gesellschaftaquarien, anspruchslos, Versteckmöglichkeiten sind wichtig
Wassertemperatur20 - 26 °C
NahrungVor allem Pflanzen, Algen, überbrühten Salat und Kohl, Kohlrabischeiben, geschälte Mohrrüben, Flocken- und Tablettenfutter, Tubifex, Wasserflöhe (auch tote), Tiefkühlkost
BemerkungDie am häufigsten gepflegte Art ist Ancistrus dolichopterus, sehr ähnlich sind Ancistrus cirrhosus und Ancistrus multispinis
Antennenwels

Antennenwels

Ancistrus

Ihren deutschen Namen verdanken diese südamerikanischen Harnischwelse den Auswüchsen auf dem Vorderkopf, die bei den Männchen wie ein Bart aussehen.

Im Gegensatz zu den Barteln enthalten sie keine Geschmacksknospen. Bei manchen Arten verzweigen sich diese Auswüchse noch geweihartig. In manchen Arten besitzen auch die Weibchen kleine Auswüchse, aber in der Regel fehlen sie den Weibchen.

Das Vorkommensgebiet der Antennenwelse erstreckt sich vom nördlichen Südamerika bis zum Stromgebiet des Rio de la Plata in Argentinien. Alle Arten sind düster gefärbt bis schwarz, und sie sind dämmerungsaktiv. Zwar sieht man sie zeitweilig auch am Tage, aber richtig munter werden sie erst am späten Nachmittag. Bis dahin verbergen sie sich gern in höhlenartigen Verstecken oder auch nur im Hintergrund des Aquariums hinter Steinen oder Moorkienholzwurzeln.

Im Aquarium erreichen die Antennenwelse eine Länge bis zu 15 cm, sind aber schon halbwüchsig geschlechtsreif. Man kann ihnen röhrenartige Verstecke, wie etwa Bambus oder Tonröhren, anbieten, die man so einbringt, dass man in diese hineinsehen kann, um die Fische zu kontrollieren. Gerade die Ancistrus laichen auch in diesen Röhren, und das Männchen versorgt und bewacht dann auch das Gelege und die geschlüpften Fischlarven. Aber sobald die Jungen schwimmfähig sind, entweichen sie bald der väterlichen Fürsorge und machen sich selbständig. Jungtiere können noch eine weiße Pünktchenzeichnung auf dem Körper zeigen.

Antennenwelse sind leicht zu pflegen in normalem Leitungswasser und auch bei nicht zu hohen Temperaturen. Allerdings muß man für geeignetes Futter sorgen, denn sie sind vornehmlich Pflanzenfresser, und wenn nicht genügend Algenaufwuchs vorhanden ist, gehen sie an die Aquarienpflanzen. Sie raspeln die Blätter ab, so dass dann nur noch ein völlig durchscheinendes Gerippe zurückbleibt. Außerdem brauchen sie auch holziges Material. Als Ersatznahrung kann man ihnen überbrühten Salat, Chinakohl, angedrückte Erbsen und Futtertabletten anbieten, aber sie nehmen auch tote Wasserflöhe und sauber gespülte Tubifex an.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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