Steckbrief

Borellis Zwergbuntbarsch

FamilieCichlidae, Buntbarsche
VorkommenSüdamerika, Mato Grosso bis Rio Paraguay
WasserNormales chlorfreies Leitungswasser
GrößeMännchen bis 9 cm, Weibchen 4 cm
pH-WertUm 7,0
WasserhärteBis 18 °dGH
PflegeEinfach. Aquarium mit Verstecken, hochstrebenden Wasserpflanzen
Wassertemperatur22 - 26 °C
NahrungAllesfresser. Lebendfutter aller Art, Flocken und Tabletten
Borellis Zwergbuntbarsch

Borellis Zwergbuntbarsch

Apistogramma borelli

Zu den am einfachsten zu pflegenden Zwergcichliden gehört Apistogramma borelli, bei dem die Geschlechter sehr einfach zu erkennen sind, denn die weitaus größer werdenden Männchen zeigen sich in einer blauen Färbung, die je nach Lichteinfall auch variiren kann. Dazu kommt bei den Männchen eine gelbe Kopfunterseite und Kehle. Weibchen sind viel kleiner und erreichen etwa 4 cm Gesamtlänge. Außerdem besitzen sie eine gelblichbraune Färbung, bei der besonders auffällt, dass sie am Kopf eine charakteristische schwarze Bindenzeichnung hat. Man mag gar nicht glauben, dass Männchen und Weibchen zur gleichen Art gehören.

In ihren Pflegeansprüchen ist die Art recht leicht. Selbst in kleineren Aquarien ab 60 cm Kantenlänge kann man sie pflegen. Zur Einrichtung gehören kleinkörniger Sand, Versteckmöglichkeiten und ein gut angewurzelter Pflanzenwuchs.

Außerhalb der Laichzeit geben die Männchen den Ton an, aber das ändert sich nach der Eiablage total, denn nun bewacht das Weibchen das Gelege und auch die geschlüpften Larven und danach noch eine Zeitlang die freischwimmenden Jungen. Dabei legt es eine typische Brutpflegefärbung an, wird ziemlich gelb, und die schwarzen Zeichnungselemente treten sehr scharf hervor. 

Nun ist es unverträglich und greift alles an, was in die Nähe seiner Nachkommen schwimmt. Dabei zeigt sie auch keine Furcht vor weitaus größeren Fischen. Wird das Weibchen der Gefahr nicht Herr, zeigt es das den Jungen durch schnellendes Schwimmen an. Daraufhin sinken die Junge zu Boden und verharren dort, bis das Weibchen durch Zucken mit den am Vorderrand schwarzen Bauchflossen ihnen anzeigt, dass die Gefahr vorüber ist. Dann sammlen sich die Jungen wieder um die Mutter.

Zu ernähren sind Apistogramma borelli einfach, denn sie nehmen alles an was sie bewältigen können, von Lebendfutter bis zu Flocken und Tabletten. Durchschnittliches, chlorfreies Leitungswasser mit Temperaturen zwischen 22 und 26 °C genügt.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

Wussten Sie schon?

...dass Apistogramma borelli in der älteren Literatur unter dem Namen Apistogramma reitzigi zu finden ist ?

Interessant ist auch, dass beim ersten Import insgesamt vier verschiedene Apistogramma gleichzeitig vorhanden waren, bei denen man von drei Arten nicht wußte, welche Weibchen zu welchen Männchen gehören. Man überließ es den Männchen, sich ihre zugehörigen Weibchen herauszusuchen! Außerdem ist Apistogramma borelli als erster Vertreter seiner Gattung in seinen Verhaltensweisen hin wissenschaftlich untersucht worden, allerdings als Apistogramma reitzigi.

Keine Aktion mehr verpassen!

Newsletter abonnieren und Infos, Gutscheine und mehr sichern.

Werden Sie Kölle-Zoo Fan!

Alle News rund ums Tier und Veranstaltungen auf Facebook.