Steckbrief

Der Goldfisch

FamilieKarpfenfische, Cyprinidae
VorkommenOstasiatische Zuchtformen des eurasischen Giebels Carassius gibelio
GrößeBis 35 cm
Wassertemperatur4-20°C, bei ausreichender Tiefe Überwinterung unter Eis im Freien möglich
WesenFriedlich, gesellig
NahrungAllesfresser: Lebendfutter, Flocken, Tiefkühlkost, Tabletten, aber auch Pflanzen
HaltungProblemlos
ZuchtEinfach
Der Goldfisch

Goldfisch

Carassius auratus auratus

Seit Jahrhunderten ist der Goldfisch der beliebteste Kaltwasserfisch. Die natürlichen Verbreitungsgebiete seiner Wildform, der Silberkarausche (Giebel),  sind Seen, langsam fließende Gewässer und tote Flussarme von Ostasien bis in die hinteren Teile Indiens. Der Goldfisch wie wir ihn heute kennen, entstand vor etwa 1.000 Jahren in China durch züchterische Selektion und ist demnach der erste Zierfisch, der ohne wirtschaftlichen Grund oder Nutzen gezüchtet und als Heimtier gehalten wurde. Aus dem ursprünglich rein goldenen Fisch sind im Laufe der Jahrhunderte unterschiedliche Zuchtformen entstanden, die fast ausschließlich ihren Ursprung in China und Japan haben.

Früher wurde der Goldfisch hierzulande auch Goldkarpfen oder Chinesisches Goldfischchen genannt. Seinen Namen verdankt er seiner typisch rötlich-goldenen Farbe, welche durch gezielte Züchtung entstanden ist. Er kann bis zu 35 cm groß und bis zu 1.000 g schwer werden und wird mit einer Lebenserwartung von bis zu 25 Jahren auch relativ alt. Der Goldfisch ist zwar kein schneller, dafür aber besonders eleganter Schwimmer, der sich bedächtig und anmutig bewegt und sogar hervorragend springen kann.

Goldfische haben einen beachtlichen Appetit und fressen viel und geben dementsprechend reichlich Stoffwechselabfälle ins Teichwasser ab. Hauptsächlich bevorzugen sie Insekten, Würmer und andere Lebewesen, verschmähen aber auch pflanzliche Kost nicht. Mit Hilfe der um das Maul angeordneten Geschmackspapillen spüren sie Fressbares leicht auf. Da diese Sinnesorgane sehr empfindlich sind, sollte man auf scharfkantigen Bodengrund verzichten.

Goldfische fühlen sich in einer Gruppe und bei Temperaturen zwischen 4-20 °C am wohlsten, wenngleich sie auch geringfügig höhere Temperaturen tolerieren können. Daher sollte ein Goldfischteich immer ausreichend Schatten oder Halbschatten bieten und mit Wasserpflanzen besetzt sein. Ideal sind Seerosen, unter denen die Goldfische guten Schutz haben und sich verstecken können.

Goldfische sind Kaltwasserfische und dürfen im Teich auch unter einer Eisdecke überwintern, sofern der Teich tief genug ist und nicht bis zum Boden gefrieren kann. Bei zu flachen Teichen empfiehlt sich die Überwinterung in einer Wanne o.ä. im Keller in einem dunklen Raum. Wichtig dabei ist aber, dass es ausreichend kalt ist, da ansonsten der natürliche Rhythmus der Tiere gestört wird.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: 
Kölle-Zoo

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