Steckbrief

Glühlichtsalmler

FamilieSalmler, Characidae
VorkommenBritisch-Guyana, Flußgebiet des Essequibo
WasserAbgestandenes durchschnittliches Leitungswasser genügt
GrößeWeibchen bis 4 cm, Männchen etwas kleiner
pH-Wert6,0 bis 7,5
WasserhärteBis 15 °dGH, zur Zucht bis 6 °dGH
PflegeNicht schwer, auch für gut eingerichtete Gesellschaftsbecken mit anderen friedfertigen Arten geeignet
Wassertemperatur22 - 26 °C
NahrungAllesfresser, neben Lebendfutter auch Flocken, Tabletten und tiefgefrorene Futtersorten
Glühlichtsalmler

Glühlichtsalmler

Hemigrammus erythrozonus

Seinen deutschen Namen verdankt dieser kleine Salmler seiner kupferrot glänzenden Längsbinde, die sich vom oberen Augenrand bis zur Schwanzflossenbasis zieht. Wenn bei sonst dunkler Umgebung, wie zum Beispiel in einem Schwarzwasser, Licht einfällt und auf den Fisch trifft, leuchtet das Kupferrot deutlich auf. Das ist wichtig für den Schwarmzusammenhalt, denn die Tiere finden sich wieder zum Schwarm zusammen, wenn sie durch ein äußeres Ereignis auseinander getrieben wurden.

Überhaupt sehen die Fische schöner aus in einem Aquarium, in dem das Licht etwas gedämpft wird, wie man das zum Beispiel mit Schwimmpflanzen erreichen kann. Ist das Aquarium zu hell beleuchtet und ist dann auch noch der Bodengrund sehr hell, dann kommt die Schönheit des Glühlichtsalmlers nicht zur Geltung.

Der Glühlichtsalmler stammt aus dem Gebiet des Essequibo in Britisch-Guyana. Heute wird diese Art nicht mehr aus kommerziellen Gründen importiert, sondern die angebotenen Exemplare sind Nachzuchten. In jedem Gesellschaftsbecken kann man Glühlichtsalmler mitpflegen, aber nicht als Einzelgänger, sondern immer in einer kleinen Gruppe von mindestens 6 Exemplaren. Ihr schlanker Körper ist sehr schön geformt, ganz anders als der des Neonsalmlers. Glühlichtsalmler halten sich gern in den unteren Wasserschichten auf und beleben so gerade diese Zone im Aquarium. Hat man eine schöne Bodenbedeckung mit kurz bleibenden Pflanzen, dann bietet beides zusammen einen hübschen Eindruck.

Männchen und Weibchen lassen sich zuverlässig nur an der Körperform unterscheiden, denn das geschlechtsreife Weibchen zeigt einen gewölbteren Bauch, ohne unförmig zu sein, auch wenn es voller Eier ist. Unter den Salmler gibt es die anatomische Eigenheit, dass die Männchen kleine Häkchen an der Afterflosse besitzen, mit denen sie sich beim Laichen an der Afterflosse der Weibchen verhaken, ohne jedoch die weibliche Afterflosse zu beschädigen, wenn die Fische nach dem Eiausstoß auseinanderschnellen. Auch das Männchen der Glühlichtsalmler haben solche Häkchen, aber sie fallen nur auf, wenn man die Tiere in einem feinmaschigen Netz herausfangen möchte, weil sie dann unter Umständen hängen bleiben.

In der Ernährung sind die Fische nicht anspruchsvoll, sondern nehmen alles, was man ihnen anbietet und was sie bewältigen können. Wer sie züchten möchte, muß die ausgewählten Tiere aber am besten kräftig füttern, zum Beispiel mit schwarzen Mückenlarven, muß aber wissen, dass Glühlichtsalmler nicht gern in die obere Wasserschicht aufsteigen. Dann hält man im Zuchtbecken den Wasserstand niedrig, etwa zwischen 10 und 15 cm. Im Zuchtbecken keine weißen Mückenlarven einbringen, denn diese vergreifen sich auch an frisch geschlüpften Jungfischen.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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