Steckbrief

Goldfadenfisch

FamilieLabyrinthfische, Belontiidae
VorkommenZuchtform, Stammform lebt verbreitet in Südostasien
Größe12 cm
WasserhärteBis 15 °dGH
PflegeEinfach, auch im Gesellschaftsbecken, aber nicht mit Sumatrabarben, die sich an ihren fadenförmigen Bauchflossen vergreifen
Wassertemperatur23 - 28 °C
WasserNormales chlorfreies Leitungswasser
NahrungAllesfresser, auch pflanzliche Kost, wie Aufwuchs, Flockenfutter, Frostfutter, Granulat, auch mit Vitaminen angereichert
Goldfadenfisch

Goldfadenfisch

Trichogaster trichopterus "Gold"

Die Schönheit dieser Zuchtform des Punktierten Fadenfisches hat sie bei den Aquarianern beliebt gemacht. Ihren Namen Fadenfische verdanken sie ihren Bauchflossen, die zu einem langen und sehr beweglichen fadenförmigen Organ umgewandelt sind. Mit diesen Bauchflossen können sie schmecken, das heißt, es sind Geschmacksorgane und dienen sozusagen als verlängerte Zungen. Man kann das sehr gut beobachten, wenn man den Fischen ein ihnen noch unbekanntes Futter vorsetzt. Das betasten sie erst und prüfen es auf seinen Geschmack, bevor sie es fressen. Erst wenn sie das Futter kennen, nehmen sie es ohne weiteres an.

Die Stammform, Trichogaster trichopterus, ist in Südostasien weit verbreitet und bewohnt ganz unterschiedliche Lebensräume. Dank ihres Labyrinthorganes überleben sie auch in sauerstoffarmen Gewässern. Ihre Pflege ist einfach. Allerdings brauchen sie guten Pflanzenwuchs als Zufluchtsort. Schwimmpflanzen an der Wasseroberfläche dürfen nicht überhand nehmen und ihnen die Möglichkeit zum Luftholen an der Wasseroberfläche behindern oder gar verwehren! Fische, mit denen sie in Gesellschaftbecken gepflegt werden, dürfen keine Flossenbeißer sein, wie etwa die Sumatrabarben, die ihnen die empfindlichen fadenförmigen Bauchflossen abbeißen.

Pflegt man Pärchen, dann baut das Männchen eines Tages an der Wasseroberfläche ein Schaumnest und balzt um das Weibchen. Die Fische laichen unter dem Nest, indem das Männchen das Weibchen umschlingt und auf den Rücken dreht, so dass die Eier zum Nest hochsteigen. Nach beendetem Ablaichen übernimmt das Männchen allein die Ei- und Brutpflege. Wir haben es hier mit einer Vaterfamilie zu tun, in der die Jungen bald der väterlichen Sorge entfliehen. Eine erfolgreiche Aufzucht der Jungfische ist allerdings nur in Becken möglich, in denen sie nicht den anderen Insassen zum Opfer fallen.

Männchen sind kräftiger gefärbt und haben eine größere Rückenflosse als die Weibchen.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

Wussten Sie schon?

...dass die Luftblasen, die vom Männchen der Fadenfische zu einem Schaumnest zusammengefügt werden, von einem Speichelsekret umhüllt sind, das nicht nur die Luftblasen zusammenhält, sondern auch antibakteriell wirkt und dadurch Eier und geschlüpfte Fischlarven vor Bakterienbefall schützt?

 

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