Steckbrief

Schleierkampffisch

FamilieBelontiidae Labyrinthfische
VorkommenSchleierkampffische sind eine Zuchtform des in Thailand vorkommenden Kampffisches Betta splendens
WasserAbgestandenes chlorfreies Leitungswasser
GrößeBis 4,5 cm
pH-WertUm 7,0
WasserhärteBis 15 °dGH
PflegeNicht schwierig, doch immer nur ein Männchen mit mehreren Weibchen. Männchen müssen getrennt werden
Wassertemperatur24 - 28 °C
NahrungAllesfresser; Flocken-, Tiefkühl- und Lebendfutter aller Art
Schleierkampffisch

Schleierkampffisch

Betta splendens

Nicht zu Unrecht trägt dieser Labyrinthfisch seinen deutschen Namen, denn sobald sich zwei Männchen sehen, gehen sie aufeinander los und fangen an, sich zu bekämpfen. Wenn man sie kämpfen läßt, endet der Kampf erst dann, sobald ein Exemplar dem Tode nahe ist. Zerfetzte Flossen sind dann üblich, selbst beim überlegenen Tier. Ein normales Zimmer-Aquarium kann gar nicht groß genug sein, damit sich die Männchen aus dem Wege schwimmen können und nicht begegnen. Dagegen ist eine kleineres Becken mit einem Pärchen oder einem Männchen mit zwei bis drei Weibchen durchaus geeignet. Versteckmöglichkeiten in Form von Moorkienholzstücken oder dichter stehendem Pflanzenwuchs sollte für die manchmal arg verfolgten Weibchen schon vorhanden sein, denn zärtlich gehen die Männchen mit ihren Weibchen nur während der Balz und Paarung um. Sobald aber alle Eier abgelaicht wurden, wird auch das eben noch umworbene Weibchen wieder mit Rammstößen aus der Nähe des Schaumnestes vertrieben. Bei den Kampffischen baut nur das Männchen das Schaumnest an der Wasseroberfläche und bewacht nach erfolgter Eiablage die im Schaumnest geschlüpften Jungfische bis sie frei umher schwimmen können. Es handelt sich also um eine sogenannte Vaterfamilie, in der die Weibchen von der Jungenfürsorge ausgeschlossen sind. So ruppig die Männchen unter einander sind - und manchmal auch gegenüber den Weibchen -, so imposant ist die Balz der Männchen, wenn sie ihre schleierartig ausgebildete Schwanzflosse und ihre Rücken- und Afterflosse zum Imponieren maximal spreizen. Dann leuchten auch die Farben herrlich auf. Dagegen sind die Weibchen ausgesprochen bescheiden gefärbt und zeigen sich einfarbig bräunlichrot und meist mit einer dunklen Längszeichnung.

Die im Kölle-Zoo angebotenen Kampffische sind stets Nachzuchten und gehören zur Zuchtform der Schleierkampffische, die es in der Natur nicht gibt. Wir haben es hier mit "Haustieren" zu tun, die in der freien Natur nicht überleben würden. Doch ihre Kampffreudigkeit gegenüber Artgenossen haben sie behalten. Der Kampfablauf beginnt genau wie die Balz mit imponierendem Flossenspreizen und Abstellen der Kiemendeckel, womit die Männchen dem Gegner Furcht einjagen wollen, wenn sie ihren Kopf vergrößern. Nutzt das nichts, und verdrückt sich der Gegner nicht, dann packen sich die Männchen mit dem Mäulern und zerren und schieben sich dramatisch hin und her, bis eines der Tiere auf dem Boden liegt und aufgibt. Aber die folgenden Rammstöße können nun tödliche Folgen haben, zumindest aber völlig zerrissene Flossen. Will man Kampffische im Gesellschaftsbecken pflegen, so ist das möglich, wenn man nur ein Männchen mit Weibchen einsetzt. Die geschlüpften Jungfische fallen im Gesellschaftsbecken aber fast immer den Mitinsassen zum Opfer, sobald sie sich im Becken verteilen und nicht mehrt vom Männchen beschützt werden.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

Wussten Sie schon?

...dass in Thailand auf Kampffischkämpfe Wetten auf den überlebenden Sieger abgeschlossen werden?

Aber offiziell sind solche Wetten verboten, weil dabei nicht nur kleine Summen eingesetzt werden, sondern man kann Haus und Hof verspielen. Es sind aber keine Schleierkampffische, die man für Kämpfe einsetzt, sondern die kurzflossigen Naturformen.

Keine Aktion mehr verpassen!

Newsletter abonnieren und Infos, Gutscheine und mehr sichern.

Werden Sie Kölle-Zoo Fan!

Alle News rund ums Tier und Veranstaltungen auf Facebook.