Steckbrief

Kirschflecksalmler

FamilieEchte Salmler, Characidae
VorkommenHyphessobrycon erythrostigma: oberer Amazonas in Peru

Hyphessobrycon socolofi: Rio-Negro-Gebiet, Brasilien
GrößeH. erythrostigma bis etwa 8 cm

H. socolofi etwa 4,5 cm
pH-Wert6,0 - 7,2
WasserhärteBis 12 °dGH
PflegeIn geräumigen Aquarien mit guten Pflanzenwuchs auf dunklem Kiesboden, mit Schwimmpflanzen in Gesellschaft anderer friedfertiger Fische in einer Gruppe von 6 bis 8 Exemplaren nicht schwierig
Wassertemperatur24 - 26 °C
NahrungAllesfresser, Flocken-, Trocken-, Tablettenfutter; Kleinkrebse, schwimmende Mückenlarven, aber auch sogenannten Anflug
Kirschflecksalmler

Kirschflecksalmler

Hyphessobrycon erythrostigma

Mit einem auffälligen kirschroten Fleck auf den Schultern bei rötlicher Körpergrundfärbung und der scheibenförmigen Gestalt fallen Kirschflecksalmler in jedem Aquarium auf. Das gilt besonders dann, wenn man eine kleine Gruppe von sechs bis acht Tieren pflegt. Kirschflecksalmler sind auch in der Natur Schwarmfische, die in langsam fließenden Gewässern leben. Beheimatet sind sie im oberen Amazonasgebiet von Peru.

Erst 1956 wurde Hyphessobrycon erythrostigma nach Deutschland eingeführt, ist aber seit dieser Zeit auch nicht mehr verschwunden, auch wenn der etwas kleinere Hyphessobrycon socolofi immer mehr die größere Art verdrängt. Das hängt damit zusammen, dass Hyphessobrycon erythrostigma schwieriger nachzuzüchten ist als der etwas kleinere Vetter. Unter den ersten Importen gab es Exemplare die eine Größe hatten, die etwa dem Handteller eines Kindes entsprach. Man findet heute nur noch selten derart große Exemplare, und dann müssen die Aquarien auch wirklich groß sein. Beide Arten stellen etwa die gleichen Ansprüche an den Pfleger.

Beide Arten eignen sich als Mitbewohner eines Gesellschaftsbeckens mit anderen friedfertigen Fischen. Sie brauchen ein sauberes, nitratarmes Wasser, das sauerstoffreich sein sollte, wie man das mit Hilfe eines Kreiselpumpenfilters erreicht. Auswechseln eines Teils des Aquarienwassers (etwa 20 bis 25 Prozent) gegen Frischwasser alle 14 Tage erleichtert die Pflege. Den pH-Wert sollte man zwischen 6 und höchstens 7,2 halten und die Wasserhärte auf höchstens 12 °dGH einstellen.

Männchen und Weibchen lassen sich schon bei halbwüchsigen Exemplaren an der Rückenflosse erkennen. Bei den Weibchen bleibt sie rund, während die der Männchen bereits vor dem Erwachsenwerden beginnt, sich zu verlängern und nicht mehr die schöne bunte Färbung der weiblichen Rückenflosse zeigt. Dafür wird sie dunkel braunschwarz und verlängert sich in ihrer Spitze bis über den Ansatz der Schwanzflosse hinaus. Ein anderes Unterscheidungsmerkmal findet man in der Afterflosse. Bei den größer werdenden Männchen ist sie bläulichsilbern gefärbt, bei den kleiner bleibenden Weibchen ist sie hell und durchsichtig. Bei der Balz, aber auch bei Streitigkeiten der Männchen untereinander, imponieren die Männchen mit aufgestellten unpaaren Flossen und segeln dann mit schräg gestellten Körpern umeinander. Die Zucht von Hyphessobrycon erythrostigma ist bisher nur gelegentlich gelungen, während man Hyphessobrycon socolofi leichter im Aquarium vermehren kann.

Kirschflecksalmler sind keine stürmischen Schwimmer. Sie halten sich gern als lockere Gruppe im freien Schwimmraum auf. Deshalb sollte man neben einer guten Randbepflanzung seine Pflanzenauswahl im Aquarium in der Beckenmitte aus klein bleibenden Arten bepflanzen, über denen die Kirschflecksalmler sich gern aufhalten. Einzelexemplare Verhalten sich oft recht scheu, können aber als ausgewachsene Exemplare auch territorial werden und sich ständig mit anderen Fischen anlegen.

Für eine artgerechte Pflege wählt man ein großes Aquarium mit dunklerem Kiesboden. Ein paar Schwimmpflanzen an der Wasseroberfläche sorgen für beschattete Stellen, an denen sich die Kirschflecksalmler gern aufhalten. In zu hellen Aquarien bleiben die Farben dieser Fische immer etwas blass, was insofern schade ist, als sie gut ausgefärbt zu den schönsten Salmlern in unseren Aquarien gehören.

Zu ernähren sind sie leicht, denn sie fressen alles, was in ihr Maul passt. Aber besonders lieben sie Kleinkrebse und schwarze und weiße Mückenlarven, während sie an roten Mückenlarven und Tubifex nur zur Not interessiert sind. Flocken- und Trockenfutter eignen sich ebenfalls in allen möglichen Sorten.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

Keine Aktion mehr verpassen!

Newsletter abonnieren und Infos, Gutscheine und mehr sichern.

Werden Sie Kölle-Zoo Fan!

Alle News rund ums Tier und Veranstaltungen auf Facebook.