Steckbrief

Ohrgitter-Harnischwels

FamilieHarnischwelse , Loricariidae
VorkommenBrasilien
GrößeCa. 6 cm
pH-WertUm 7,0
WasserhärteBis 12 °dGH
PflegeEinfach, ohne Schwierigkeiten
Wassertemperatur20 - 26 °C
NahrungAllesfresser, vor allem vegetarische Nahrung, Aufwuchs, Flocken- und Tablettenfutter
Ohrgitter-Harnischwels

Ohrgitter-Harnischwels

Otocinclus

Zu den beliebtesten Algenfressern im Liebhaberaquarium gehören seit Jahrzehnten die Vertreter der Gattung Otocinclus, vor allem wegen ihrer geringen Größe. Sie werden kaum größer als 6 cm und fallen mit ihren gedeckten Farben im Aquarium nur dadurch auf, dass man sie oft entlang der Scheiben oder über Pflanzen und Dekorationen entlangrutschen sieht, wobei man deutlich erkennt, wie sie mit ihrem unterständigen Saugmaul den Aufwuchs abschaben.

Ihre größeren Verwandten unter den Harnischwelsen (siehe auch Harnischwelse Loricariidae) können bei ihrer Abschaberei auch die Blätter der Aquarienpflanzen so stark Skelettieren, dass man durch das Blatt nahezu hindurchsehen kann. Das machen die Otocinclus normalerweise nicht. Hängen die Otocinclus an der Frontscheibe, kann man hinter dem Kopf gut ihr Herz erkennen und den Herzschlag verfolgen.

Wenn das Wasser nicht genügend atembaren Sauerstoff enthält, können Otocinclus auch atmosphärische Luft von der Wasseroberfläche schlucken und den Sauerstoff im Darm entziehen. Das bedeutet aber nicht, dass man diese Fische in verschmutzten Aquarien pflegen sollte. Auch sie lieben klares Wasser mit einer leichten Strömung. Im Gesellschaftsbecken zusammen mit anderen friedfertigen Arten läßt sich Otocinclus gut pflegen, wenn man ihm die Möglichkeit bietet, von Moorkienholzwurzeln und glatten Steinen den sich darauf ansiedelndem Aufwuchs zu fressen. Zusätzlich kann man es mit überbrühtem Salat und Spinat versuchen. Man kann ihnen aber auch zu Boden sinkende Futtertabletten anbieten, die sie auch annehmen, aber man nicht zuviel füttern, weil sie sonst oft ihre Neigung verlieren, Algen abzuschaben. Blaualgen-, Pinsel- und Bartalgen mögen sie nicht.

Zwar lieben sie die Dämmerung, doch sieht man sie nach der Eingewöhnung immer häufiger auch tagsüber. An das Wasser stellen sie keine besonderen Ansprüche, wenn der pH-Wert um den Neutralpunkt und die Wasserhärte möglichst nicht über 12 °dGH liegen.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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