Steckbrief

Rotfeuerfisch

FamilieSkorpionsfische, Scorpaenidae
VorkommenIn Riffen des Indopazifik
GrößeBis 30 cm
PflegeNur in größeren Aquarien ab 120 cm mit gutem Riffaufbau. Zu vergesellschaften mit Niederen Tieren. Sonst recht anspruchslos, liebt aber klares, sauberes, nicht nitratbelastetes Wasser.
Wassertemperatur24 - 28 °C
NahrungFischfresser. Ausgewachsene Guppys, die auch im Meerwasser einige Zeit überleben, eignen sich zum Beispiel. Nach Eingewöhnung nehmen Rotfeuerfische auch totes tierisches Ersatzfutter an.
Rotfeuerfisch

Rotfeuerfisch

Pterois volitans

Rotfeuerfische fallen in jedem Meeresaquarium sofort auf, und sie werden in der Regel von den Besuchern von Kölle-Zoo zunächst am meisten bewundert.

Es ist auch ein fantastischer Anblick, einen großen Rotfeuerfisch im Aquarium mit weit gespreizten Brustflossen und steil aufgerichteten Rückenflossenstacheln schweben zu sehen, denn seine Schwimmweise gleicht einem ruhigen und langsamen Schweben. Das bedeutet aber nicht, dass der Fisch nur langsam ist. Sobald er auf Jagd geht, kann er sich sehr schnell bewegen. Mit seinen beweglichen Augen, die ständig die Umgebung beobachten, nimmt er eine mögliche Beute schnell wahr, und da er ein Fischfresser ist, sind kleine Fische seinem Pflegeaquarium fehl am Platze, selbst wenn sie schnell schwimmen können.

Die Jagdtechnik des Rotfeuerfisches besteht darin, dass der mit seinen fächerartig ausgebreiteten Flossen einen möglichen Beutefisch in einen Winkel treibt, wobei dann die Flossen wie eine Absperrung wirken, und dann braucht er nur noch sein großes Maul aufzureißen, und schon ist die Beute verschwunden. Man kann Rotfeuerfische mit anderen Fischen und mit Niederen Tieren vergesellschaften, aber die Fische müssen große Arten sein, und dann braucht man auch ein großes Aquarium. Empfehlenswert sind dann Maße ab 120 cm Kantenlänge. Hält man nur ein Exemplar allein für sich in einem Becken mit Niederen Tieren, darf es auch etwas kleiner sein, solange der Rotfeuerfisch viertel- oder halbwüchsig ist. Immerhin erreichen diese Fische auch im Aquarium um die 30 cm Gesamtlänge. Sonst ist die Art ein guter und wenig anspruchsvoller Pflegling. Sie bewohnt innerhalb ihres Verbreitungsgebietes des gesamten Indopazifik vom Roten Meer bis in die Südsee eine Vielzahl von Lebensräumen. Hier hält sie sich in Tiefen bis zu 50 Meter auf.

Rotfeuerfische sind giftig! Das trifft auf seine gesamte Verwandtschaft zu. An der Basis seiner Rückenflossenstacheln besitzt er Giftdrüsen, die ihren Inhalt entlang der Stachelstrahlen entleeren, wenn der Strahl angedrückt wird. Das kann beim Hantieren im Aquarium passieren, wenn man nicht sorgfältig arbeitet. Dann muss man sofort einen Arzt aufsuchen! Rotfeuerfische sind aber nicht aggressiv, sondern verteidigen sich nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Wenn man sie während des Hantierens im Aquarium beobachtet, merkt man, wenn dem Fisch der Geduldsfaden reißt. Er stellt sich dann nämlich mit aufgestellten Rückenflossenstacheln mit dem Kopf nach unten auf und dreht sich zur Bedrohung. Es ist sogar möglich, dass er dann mit einem plötzlichen Schwimmstoß versucht, die Stachelstrahlen in die Bedrohung zu stoßen. Also Vorsicht!

Es ist verständlich, dass ein Meerwasseraquarianer auch einmal einen Rotfeuerfisch pflegen möchte, aber bevor er sich ein Tier anschafft, sollte er mit unserem für die Meerwasserabteilung zuständigen Experten-Team im Kölle-Zoo sprechen und sich beraten lassen.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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