Steckbrief

Seepferdchen

FamilieRöhrenmäuler, Syngnathidae - Unterfamilie Hippocampinae, Seepferdchen
VorkommenTropische und subtropische Meere, weltweit
GrößeJe nach Art zwischen 12 und 30 cm
PflegeNach Eingewöhnung nicht schwierig, am besten in eigenen Aquarien oder mit Niederen Tieren
Wassertemperatur22 - 28 °C
NahrungArtemia salina, Mysis, schwimmende Mückenlarven, Cyclops
Seepferdchen

Seepferdchen

Hippocampus spec.

Wenn man als unbefangener Betrachter zum erstenmal ein lebendes Seepferdchen im Aquarium sieht, wird man kaum glauben wollen, dass es sich um einen Fisch handelt, denn sein Aussehen weicht zu stark von der Vorstellung ab, wie ein normaler Fisch aussieht. Die Pflege von Seepferdchen im Aquarium ist nicht so schwierig wie immer wieder behauptet wird, ist aber auch nicht leicht, wenn man den Fischen keine der Art angepaßten Verhältnisse bietet. Im allgemeinen pflegen wir tropische Arten, die eine Wassertemperatur zwischen 22 und 28 °C verlangen. An das Wasser stellen sie keine besonderen Ansprüche, normal aufbereitetes Meerwasser genügt. Man kann sie gut mit Niederen Tieren zusammen pflegen, denn sie vergreifen sich nicht Korallen.

Man muß aber dafür sorgen, dass sie sich mit ihrem beweglichen Schwanz festhalten können, ganz gleich, ob es sich um Pflanzen handelt oder zum Beispiel auch um Hornkorallen. Trotz ihrer engen Mundröhre sind sie in der Lage auch Artemia salina und Mysis zu verspeisen. Daneben eignen sich auch Cyclops, weiße und schwarze Mückenlarven, von denen man aber nur soviel verfüttern darf, dass sie schnell gefressen werden und nicht als totes Material das Wasser belasten.

Männchen und Weibchen unterscheiden sich in der Form des Bauches, denn die Weibchen legen ihre Eier in die "Bruttaschen" der Männchen. Dabei handelt es sich um Falten des Bauches. Ist der Nachwuchs fertig zum Schlüpfen, wird er vom Männchen mit Druck aus der Bruttasche schubweise ausgestoßen.

Die Jungen schwimmen sofort frei und sehen wie die Miniausgaben ihrer Eltern aus. Da bei paarweiser Pflege von Seepferdchen es immer wieder zu Paarungen kommen kann, wobei sich das Weibchen zu Eiübergabe eng an die Bauchfalte des Männchens schmiegt, wird mancher Aquarianer auch versuchen, wenigstens einen Teil der Jungfische aufzuziehen. Das ist weitaus schwieriger als sie allgemeine Pflege, denn man braucht im Meer lebende Einzeller, die sie durch ihre Mundröhre saugen können. Große und räuberische Fischarten sind keine Gesellschaft für die gemächlich schwimmenden Seepferdchen.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

Wussten Sie schon?

Wussten Sie schon...

...dass sich bereits im Altertum mystische Vorstellungen und Märchen um das Seepferdchen ranken?

Conrad Gesner schrieb bereits um 1670, es handele sich um "ein Wunderwerk Gottes, das gänzlich einem irdischen Pferd gleicht, ausgenommen der Hinterteil des Schwanzes". Aber er ordnete See- oder Meerpferdchen im Kapitel "Von allerlei Schnecken" ein mit der Überschrift "Von etlichen Meergewürmen", er behandelte Seepferdchen noch nicht bei den echten Fischen. Zu seiner Zeit galt das Fleisch als giftig und als krankheitserregend, zumal man annahm, dass Seepferdchen sich nur von Kot und Wasser ernähren.

Keine Aktion mehr verpassen!

Newsletter abonnieren und Infos, Gutscheine und mehr sichern.

Werden Sie Kölle-Zoo Fan!

Alle News rund ums Tier und Veranstaltungen auf Facebook.