Steckbrief

Sumatrabarbe

FamilieKarpfenfische, Cyprinidae
VorkommenSumatra, Borneo
WasserSauberes und sauerstoffreiches Leitungswasser genügt
pH-WertBis etwa 15
WasserhärteBis 15 °dGH
PflegeFür Gesellschaftsbecken mit Einschränkungen geeignet. Gruppenfisch
Wassertemperatur20 - 25 °C
NahrungAllesfresser von Flockenfutter, Gefrierkost, Tabletten und Lebendfutter
BemerkungNicht mit Fischen zusammen pflegen, die vergrößerte oder fadenartige Flossen haben
Sumatrabarbe

Sumatrabarbe

Puntius tetrazona

Zu den beliebtesten Aquarienfischen gehört seit seiner Ersteinführung im Jahre 1935 die Sumatrabarbe, Puntius tetrazona, die man wegen ihrer schwarzen Streifenzeichnung auch Viergürtelbarbe nennt. In jedem Aquarium fällt diese Barbenart sofort auf, vor allem durch ihre schöne und auffällige Färbung. In den Heimatgewässern hält sie sich im offenen Wasser nahe der Ufer auf und bildet mehr oder weniger große Gruppen. Auch im Aquarium sollte man Sumatrabarben in einer Gruppe halten, je größer sie ist, desto besser für die Fische. Dann kann man ihre lebhafte Verhaltensmuster sehr gut beobachten. Zwar kann man diese Südostasiaten auch im Gesellschaftsbecken pflegen, aber man muss doch darauf achten, dass man keine Fischarten mit ihnen zusammen pflegt, deren Beflossung die Barben dazu verleitet, ständig an ihnen herumzuzupfen und sie abzufressen. Dazu gehören manche Labyrinthfische, aber auch die Skalare. Tagsüber tummeln sich Sumatrabarben gern im ganzen Becken, wobei sie sich gegenseitig auch durch leichte Rammstöße animieren. Sie brauchen also freien Schwimmraum, verschwinden aber auch immer wieder zwischen der Bepflanzung. Es ist gut, wenn man mit Hilfe von Dekorationen, wie etwa Moorkienwurzeln, Sichtschutz mit einbringt, der auch anderen Mitinsassen Ruheecken bietet. Selbst wenn die Sumatrabarben erwachsen sind, werden sie in ihrer Bewegungslust kaum ruhiger. Kleine Jungfische zeigen nachts ein Schlafverhalten, das darin besteht, dass sich die Fische senkrecht mit dem Kopf nach unten im Schutz von hochstrebenden Wasserpflanzen oder zum Beispiel in Rahmenaquarien in den Ecken aufstellen, wenn sich die Gelegenheit bietet, dann auch zu mehreren übereinander. Schon mancher Aquarianer hat gedacht, seine Sumatrabarben seien aus dem Aquarium gesprungen, weil er sie am Abend nicht mehr umherschwimmen sah.

Die heute angebotenen Exemplare sind Nachzuchten, die bereits an die Aquarienverhältnisse züchterisch angepasst sind. Sie nehmen mit normalem Leitungswasser vorlieb und benötigen Temperaturen zwischen 20 und 25 °C. Bei höheren Wärmegraden benehmen sich die Fische zwar lebhafter, ja hektischer, aber sie werden dadurch auch unangenehmer für manche ruhigere Fischart. Das Pflegeaquarium sollte so groß wie möglich gewählt werden, denn die bis 7 cm groß werdenden Tiere brauchen Raum, vor allem, wenn man sie in einer größeren Gruppe pflegt. Männchen und Weibchen sind schon ziemlich zeitig zu erkennen, und zwar durch ihr Aussehen nach der Fütterung. Wenn die Fische "im Futter stehen", zum Beispiel bei Wasserflöhen oder Hüpferlingen, dann zeigen die kleinen Weibchen eine deutlich vorgewölbte Bauchlinie, während die der Männchen auch rund sein kann, aber glatt bleibt. Im Laufe des Heranwachsens bekommen die Männchen eine rötlich gefärbte Schnauzenpartie, und die Bauchflossen sind bis zum äußersten Rand blutrot, während die der Weibchen einen schmalen durchsichtigen Saum zeigen. In der Ernährung sind die Sumatrabarben nicht anspruchsvoll. Sie Fressen alles, was in ihr verhältnismäßig kleines Maul paßt. Aber sie bleiben auch ihr ganzes Leben lang Mikrofresser, das heißt, sie nehmen auch feinstes Futter auf und können in Algenrasen nach Mikroorganismen stöbern.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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