Steckbrief

Symbiosegrundel / Symbiosegarnele oder Knallkrebs

FamilieGrundeln, Gobiidae
VorkommenIndischer Ozean und Westpazifik
GrößeCa. 9 cm
PflegeNicht schwer, aber zum Wohlbefinden braucht diese friedfertige Symbiosegrundel eine Partnergarnele, die für den Bau der Wohnhöhle zuständig ist
Wassertemperatur24 - 28 °C
NahrungKleinkrebse, bodenbewohnende Wirbellose
Symbiosegrundel / Symbiosegarnele oder Knallkrebs

Symbiosegrundel / Symbiosegarnele oder Knallkrebs

Amblyeleotris wheeleri

Zu den interessantesten Verhaltensweisen, die man in einem Meerwasseraquarium beobachten kann, gehört das Verhältnis von Symbiosegrundel und Symbiosegarnele. Beide Tiere sind so verschiedenartig, dass man zunächst nicht glauben möchte, dass die sich zu einer engen Lebensgemeinschaft zusammenschließen, die zu einer Symbiose führt, also zu einer Lebensform, bei der beide Partner Nutzen aus dem Zusammenleben ziehen und nicht voneinander parasitieren.

Symbiosegrundeln graben sich keine Höhlen, sondern sie beziehen eine Höhle, die von einer Symbiosegarnele zunächst für sich selbst gegraben wurde. Findet die Symbiosegrundel eine Garnele mit Wohnhöhle, zieht sie rückwärts, also mit dem Schwanz voran, in die bereits von der Symbiosegarnele bewohnte Höhle ein. Nun stellt sie sich am Eingang so auf, dass sie die Umgebung beobachten kann. Entdeckt sie Freßbares, schwimmt sie weiter heraus und schnappt sich die Beute. Dann kehrt sie zur Höhle zurück, dreht sich um, zieht sich mit dem Schwanz voran in die Höhle zurück und bezieht wieder Posten am Eingang.

Die Symbiosegarnele arbeitet nahezu ununterbrochen an der Höhle. Immer wieder schiebt sie Sandkörnchen mit den Scheren heraus. Unermüdlich ist sie damit beschäftigt, die Höhle instand zu halten. Dabei stören sich Fisch und Garnele nicht. Es ist Platz genug für beide neben einander. Im Aquarium kann man diese Verhaltensweise gut beobachten, man muß nur eine dickere Sandschicht zur Verfügung stellen und auch ein paar kleine Korallenbrocken. Die gern als unterstützende Sicherung des Höhleneingangs genutzt werden.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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