Steckbrief

Tanganjika-Beulenkopf

FamilieCichlidae, Buntbarsche
VorkommenTanganjikasee (Ostafrika)
Größe> 30 cm
pH-Wert> 7,5
WasserhärteBis 10-20 °dGH
BeckengrößeAb 600 Liter
SozialverhaltenHarems- bzw. Gruppenhaltung
ZuchtMaulbrüter
VergesellschaftungAltolamprologus-Arten, Synodontis multipunktatus sowie andere nicht zu ruppige Hartwasserfische, welche ihm nicht zur Beute werden können.
Wassertemperatur24 - 27 °C
NahrungFleischfresser (Karnivor)
Tanganjika-Beulenkopf

Tanganjika-Beulenkopf

Cyphotilapia frontosa

Cyphotilapia frontosa, auch Tanganjika-Beulenkopf genannt, zählt zu den größer werdenden Exemplaren der Buntbarsche. Die bisher als Fundortvariante gehandelte Form "Blue Zaire" wurde vor kurzem in den Artstatus erhoben. Sie heißt jetzt Cyphotilapia gibberosa. Somit gibt es jetzt zwei Arten der Gattung Cyphotilapia. Diese Art, welche endemisch (also nur hier) im Tanganjikasee lebt, gehört zweifellos zu den groß werdenden Arten. Ausgewachsene Exemplare erreichen eine Körperlänge von über 30cm. Diese Leben in der Natur in losen Verbänden in einer Tiefe von bis zu 40 Metern.

Sie sind Räuber, d.h. nicht dass sie schnelle und aktive Schwimmer sind. Im Gegenteil! Sie haben eine Methode entwickelt, welche Sie zu erfolgreichen Jäger werden ließ, ohne sich dafür nennenswert anstrengen zu müssen. In den Morgenstunden sind sie die ersten die aktiv sind. Die noch schlaftrunkenen Fische, bevorzugt der Gattung Cyprichromis, sind dann eine leichte Beute.

Bei der Pflege dieser majestetischen Fische ist darauf zu achten, dass das Aquarium der Körpergröße der Fische Rechnung trägt. Somit kommen nur Großaquarien mit einer Kantenlänge ab 150 cm in Frage. Zahlreiche Höhlen bieten unterlegenen rangniederen Tieren Rückzugsmöglichkeiten. Die Steinaufbauten sollten feststehend sein, da diese Art gerne im Sandboden buddelt und diese zum Einsturz bringen könnte. Der Bodengrund sollte möglichst dunkel gehalten werden.

Auch Pflanzen werden dabei gerne ausgegraben. Somit empfehlen sich Aufsitzerpflanzen wie die hartblättrige Anubias. Weiterhin sollte das Aquarium nicht zu hell beleuchtet sein, damit sich diese Art wohl fühlt. Frontosa sind ruhige, meist friedliche Fische, die trotz ihrer imposanten Erscheinung sich schnell, auch durch wesentlich kleinere Barsche, einschüchtern lassen. Unwohlsein äußert sich häufig durch Dunkelfärbung sowie durch einen eingefallenen Bauch, einhergehend mit einem Aufschwimmen des Tieres, bei welchem sich der Rücken aus dem Wasser hebt.

Ernährt werden sollten sie karnivor d.h. mit Futter welches viel tierisches Protein beinhaltet wie z.B. Frostartemia und Krill. Durch ihr unterständiges Maul ist erkennbar das sie gerne vom Boden fressen. Somit sind auch absinkende Granulate/Pellet empfehlenswert.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

Wussten Sie schon?

...dass die Bezeichnung "Gibberosa" sich vom lateinischen Wort Gibbus (Buckel) ableitet, und damit auf den extremen Stirnbuckel anspielt, den allerdings nur adulte (ausgewachsene) männliche Exemplare aufweisen.

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