Steckbrief

Indischer Wasserfreund

FamilieAcanthaceae, Bärenklaugewächse
VorkommenIndien
PflegeLeicht, schnellwüchsig
HöheBis 50 cm
LichtbedarfMöglichst hell
pH-WertKann vernachlässigt werden, um 7,0 genügen
WassertemperaturBis 22 - 26 °C
WasserhärteKann vernachlässigt werden, wächst auch im harten Wasser
Indischer Wasserfreund

Indischer Wasserfreund

Hygrophila polysperma

Zu den beliebtesten Aquarienpflanzen gehört heute der Indische Wasserfreund, dessen aus dem Altgriechischen zusammengesetzter wissenschaftlicher Gattungsname darauf hinweist, dass die Pflanze die Feuchtigkeit (hygros) liebt (philein). Aber er zeigt auch, dass er eigentlich auf eine Sumpfpflanze hinweist, die aber auch unter Wasser ausgezeichnet gedeiht und auch ausdauernd ist. Tatsächlich können die Triebspitzen bei starkem Wachstum auch den Wasserspiegel durchbrechen, aber der Indische Wasserfreund wächst in der Regel unter Wasser (submers). Selbst wenn die Triebe aus dem Wasser herauswachsen, wird man die Blüten kaum sehen, weil die Umstände in einem Zimmeraquarium sich dafür kaum eignen. Viele Sumpfpflanzen verlieren ihre Unterwasserblätter, wenn der Stengel aus dem Wasser heraussteht und die Pflanze denn außerhalb des Wassers (emers) weiterwächst. Hygrophila polysperma wächst dann aber immer noch sowohl unter der Wasseroberfläche als auch darüber, ohne die Unterwasserblätter abzustoßen. Man nennt das auch semiemers.

Die Hygrophila gehören in die Familie der Acanthaceae, den sogenannten Bärenklaugewächsen, die aber nur in den Tropen und in einigen Arten auch in den Subtropen verbreitet ist.

Im Aquarium ist Hygrophila polysperma eine der besten Wasserpflanzen überhaupt, denn sie stellt praktisch keine Ansprüche an das Wasser und wächst bei guten Lichtverhältnissen zu einer kräftigen Pflanze heran. An schattigen Stellen bleibt die Pflanze mager und zart und entwickelt erst kräftigere und größere Blätter und Stengel, wenn sie gut belichtete Stellen erreicht. Bereits aus einer einzigen Pflanze kann man nach dem Einpflanzen im Laufe der nächsten Wochen zu einem schönen Busch kommen, wenn immer dann, wenn die Pflanze den Wasserspiegel erreicht, die Triebspitze in einer Länge von etwa 10 cm abschneidet und unten neben den nun spitzenlosen alten Stengel einsetzt. Dann treibt ein neuer Trieb - oft auch mehrere Triebe - aus dem alten Stengel, und im Laufe der nächsten Wochen kann man sich einen Busch des Indischen Wasserfreundes heranziehen.

Vor allem manche Saugwelse, die man als Algenfresser eingesetzt hat, lieben die Blätter und raspeln sie solange ab, bis sie papierdünn und löcherig sind. Dann sieht die Pflanze nicht mehr schön aus.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Tropica

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