Steckbrief

Javafarn

FamiliePolypodiaceae, Tüpfelfarne
VorkommenSüdostasien
PflegeEinfach, nicht einpflanzen, sondern auf Substrat aufbinden
HöheBis 30 cm
LichtbedarfMittel bis geringe Beleuchtung
pH-Wert6,0 bis 7,5
WassertemperaturBis 20 - 30 °C
WasserhärteBis 20 °dGH
Javafarn

Javafarn

Microsorum pteropus

Obwohl der auch Schwarzwurzelfarn genannte Javafarn in seiner Heimat ein amphibisch wachsender Farn ist, kommt er an manchen Stellen zumindest zeitweilig völlig im Trockenen vor, wenn auch in Wassernähe, ohne dass er, zum Beispiel während der Regenzeit, unter Wasser stehen muß. In der Aquaristik pflegt man ihn nur in seiner Unterwasserform, die im Aussehen sich völlig von der Landform unterscheidet.

Zwar lautet der eine seiner deutschen Namen Javafarn, aber sein Vorkommen in Südostasien ist nicht ausschließlich auf diese indonesische Insel beschränkt, sondern er kommt weit verbreitet auch auf anderen Inseln und auf dem südostasiatischen Festland vor. Irreführend ist auch der andere deutsche Name Schwarzwurzelfarn, denn seine schwarzen, drahtartig harten "Wurzeln" sind Rhizome, eine Stengelform, aus der auch Ableger wachsen. Alle Farnpflanzen, also auch der Javafarn, haben einen Generationswechsel, das heißt, eine geschlechtliche oder generative und eine ungeschlechtliche oder vegetative Generation wechseln sich ab. Die geschlechtliche Pflanze ist sehr klein und besitzt männliche und weibliche Geschlechtsorgane, während die uns als Farne bekannten großen Pflanzen die ungeschlechtliche Generation sind und Sporen in sogenannten Soren auf der Blattunterseite bildet. Allerdings sieht man diese beim Javafarn nur in Ausnahmefällen.

Seine Pflege ist einfach, allerdings mag er es nicht, wenn man ihn einfach in den Bodengrund steckt. Am besten wächst er und bildet viele Ableger, wenn man ihn auf ein Substrat bindet, etwa eine Moorkienwurzel oder auch einen Stein. Dazu kann man Perlonschnur verwenden, aber auch anderes nicht faulendes Material. Vor allem an Wurzelholz hält sich der Javafarn mit der Zeit von allein so fest, dass man das Substrat mitsamt den Pflanzen umsetzen kann. Auch in der Natur findet man ihn auf im Wasser liegenden Stämmen oder am Gewässerrand an glattem Gestein. Allerdings kann man als Normalaquarianer die Pflanzen nur durch ihre Ableger vermehren, weil man den Generationswechsel im Aquarium nicht erfolgreich ablaufen lassen kann.

Javafarn eignet sich auch gut für ein Aquaterrarium oder Paludarium, weil der Farn in einer Umgebung mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit leben und wachsen kann; man darf ihn nur nicht austrocknen lassen!

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Tropica

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