Steckbrief

Wendts Wasserkelch

FamilieAraceae, Aronstabgewächse
VorkommenSri Lanka
PflegeLeicht
HöheBis 30 cm
LichtbedarfNicht zu hell, am besten an leicht beschatteten Stellen
pH-WertKann vernachlässigt werden, um 7,0 genügen
WassertemperaturBis 22 - 26 °C
WasserhärteKann vernachlässigt werden, wächst auch im harten Wasser, wenn auch langsamer
Wendts Wasserkelch

Wendts Wasserkelch

Cryptocoryne wendtii

Zu den schönsten und pflegeleichtesten Wasserkelchen oder Cryptocorynen, wie sie in Aquarianerkreisen genannt werden, gehört die Art wendtii, die 1958 von Prof. de Wit zu Ehren des Wasserpflanzenspezialisten Albert Wendt aus Rostock benannt wurde. Seit ihrer Einführung ist sie nicht mehr aus unseren Aquarien verschwunden, hat sich aber auch sehr variabel gezeigt, das heißt, sie variiert nicht nur in der Wuchsform, sondern auch in der Blattfärbung von einem sehr hellen Grün bis zu einem dunklen Rötlichbraun. Das liegt wohl an ihrem ziemlich großen Verbreitungsgebiet im westlichen und mittleren Sri Lanka, wo sie in unterschiedlichen Biotopen zu finden ist.

Wir kennen heute vor allem die braune Form mit breitlanzettlichen Blättern und eine ebenfalls mit derartigen Blättern wachsende grüne Form. Im Aquarium kann man beide Formen nebeneinander kultivieren, was sich im Gesamtbild des Aquariums als recht hübsch erweist. Es sind noch andere Wuchsformen bekannt geworden. Deshalb kann man auch Wuchsformen bekommen, bei denen die Blätter recht schmal sind oder deren Ränder entweder glatt oder aber gewellt sind. In der Regel erreichen gut wachsende Pflanzen eine Höhe bis zu ungefähr dreißig Zentimetern.

In der Pflege stellt Cryptocoryne wendtii kaum Ansprüche, wenn man ihre tropische Herkunft beachtet. Der Bodengrund eignet sich am besten, wenn die einzelnen Kiesel zwischen zwei und drei Millimeter Durchmesser haben. Zu Anfang ist es gut, wenn man den Wurzeln einen Cryptodünger in den Bodengrund drückt, der den Pflanzen das Anwachsen erleichtert und ihnen Nährstoffe anbietet. Angewachsene Pflanzen schieben schon bald Ausläufer, die man Rhizome nennt und an deren Spitze neue Pflänzchen erscheinen. Zu empfehlen ist, beim Einkauf nicht eine einzige Pflanze zu erwerben, sondern einen kleinen Busch aus fünf bis zehn Exemplaren, die man nicht einzeln einsetzt, sondern alle zusammen. Dann schieben die inneren Pflanzen schneller Blätter in die Höhe, weil sie zum Licht streben. Mit der Zeit entsteht ein dichter Bestand, den man teilen kann und die abgetrennten Pflanzen an anderer Stelle wieder einpflanzt. Das Wachstum von Einzelpflanzen dauert zu Anfang etwas länger. Da Cryptocoryne wendtii durchaus nicht lichtbedüftig ist, sondern oft leicht abgeschattete Plätze - wie auch in der Natur - bevorzugt, darf man sie einsetzen, wo es für den Gesamtanblick des Aquariums am besten ist. Schattige Plätze erreicht man auch durch Schwimmpflanzen.

Zum besseren und schnelleren Wachstum der Wasserpflanzen im Aquarium dient eine CO2-Anlage, die den gasförmigen Pflanzendünger Kohlendioxid ins Wasser diffundieren lässt. Das von den Fischen bei ihrer Atmung abgegebene Kohlendioxid reicht zum optimalen Pflanzenwachstum nicht aus.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Tropica

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