Steckbrief

Zwergspeerblatt

FamilieAronstabgewächse, Araceae
VorkommenAfrika; Kamerun
PflegeEinfach, nicht zu hell stellen. Bodengrund recht unwichtig. Eignet sich auch für Paludarien mit semi-emersem Wachstum
GrößeBis zu 15 cm
pH-WertUnwichtig
WassertemperaturBis 20 - 28 °C
WasserhärteUnwichtig
Zwergspeerblatt

Zwergspeerblatt

Anubias nana

Das Zwergspeerblatt ist eine aus Kamerun stammende Sumpfpflanze, die sich in den heutigen Aquarien einen Stammplatz erobert hat, weil sie widerstandsfähig gegenüber den unterschiedlichsten Aquarienverhältnissen ist und außerdem mit ihren kräftig grün gefärbten Blättern einen Blickpunkt bildet.

Den einzigen Nachteil, den man an dieser Afrikanerin findet, ist das langsame Wachstum. Es dauert eine ganze Weile, manchmal Wochen, ehe man das erste zunächst hellgrüne Blättchen zusammengerollt am Triebende bemerkt. Am besten wächst Anubias nana an einem eher schattigen Ort, etwas weiter entfernt von der Lichtquelle.

Erwirbt man eine kleine Einzelpflanze, dann sollte zumindest ein Stück des Wurzelstockes (Rhizom) vorhanden sein, denn aus dem Rhizom treiben sowohl die Blätter und Wurzeln als auch die Ableger. Größere Pflanzen mit kräftigem Rhizom, das bis zu 8 mm dick werden kann, dienen als "Mutterpflanzen", und sie bringen schneller "Kindel", also Ableger. Beim Einpflanzen muss man allerdings darauf achten, dass das Rhizom sich zumindest zum größten Teil oberhalb des Bodengrundes befindet. Kleine Einzelpflanzen brauchen sehr viel länger, bis sie ein etwas schnelleres Wachstum und Ableger zeigen, denn sie müssen erst das Rhizom zum Wachstum bekommen.

Zwar pflanzt man das Zwergspeerblatt gern in den Vordergrund des Aquariums, aber es kann auch weiter nach hinten zu einem recht kräftigen Busch werden. Zunächst sind die Blätter mitsamt dem Blattstiel nur etwa 6-8 cm lang. Wenn das Wachstum aber einsetzt, dann bilden sich Pflanzen, die mit ihrem Rhizom bis zur Wasseroberfläche reichen können, wenn der Wasserstand nicht über 40 cm reicht. Dann darf man den gesamten Pflanzenbusch aber nicht ständig auseinander reißen.

Gut läßt sich Anubias nana auch auf Wurzelholz aufbinden, so dass die Wurzeln den Bodengrund nicht erreichen. Dann belebt man damit die zur Dekoration eingebrachten Holzteile. Da die Blätter sehr hart sind, eignet sich diese Art besonders für Aquarien, in denen wühlende Fischarten gepflegt werden und für Becken mit Pflanzenfressern, die um Anubias meist einen Bogen machen.

Anubias nana ist zwar eine Sumpfpflanze, aber sie blüht auch unter Wasser mit einer kleinen, hübschen, typischen callaähnlichen Blüte.

In der Literatur findet man Anubias nana auch als Unterart oder Variante von Anubias barteri in der Schreibweise Anubias barteri var. nana, weil man noch immer nicht sicher ist, ob diese Pflanze, die man nur von einem einzigen Gebiet in Kamerun, nämlich aus der Stadt Victoria, kennt, in die Variationsbreite der Art Anubias barteri gehört oder wirklich eine selbständige Art ist.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Kölle-Zoo

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