Steckbrief

Weissband-Putzergarnele

OrdnungZehnfußkrebse, Decapoda
VorkommenPazifischer-, Indischer- und (als Lysmata grabhami) Atlantischer Ozean
PflegeNach vorsichtiger Eingewöhnung jahrelang leicht zu pflegen
GrößeEtwa 7 cm
NahrungNeben Abfallstoffen der Fischfütterung vor allem Futtertabletten
CharakterPutzt Fische, das heißt, sie befreit Fische von Parasiten oder in deren Maul auch von Speiseresten zwischen den Zähnen
Wassertemperatur22 - 28 °C
Weißband-Putzergarnele

Weissband-Putzergarnele

Lysmata amboinensis

Zu den auffälligsten Garnelen der Korallenriffe zählt die Weißband-Putzergarnele, Lysmata amboinensis mit ihrem weißen Längsband auf dem Rücken, rechts und links begleitet von breiten leuchtend roten Binden. Auffällig auch ihre weißen Antennen, mit denen sie ständig herumfuchteln und so auf sich aufmerksam machen. Lysmata amboinensis ist sowohl im Indopazifik als auch im Atlantischen Ozean (als Lysmata grabhami) zu finden, hat also ein großes Verbreitungsgebiet.

In der Natur findet man sie in manchen Gebieten paarweise, in anderen auch in größeren Gruppen meist an bestimmten Stellen im Riff, an denen sie sozusagen Putzerstationen besetzen, zu denen Fische kommen, die sich von den Garnelen von Parasiten befreien lassen wollen. Dabei krabbeln die Putzergarnelen selbst bei großen Fischen, für die sie eine Nachspeise sein könnten, im weit aufgerissenen Maul oder auf den Kiemen herum und entfernen Futterreste zwischen den Zähnen der Fische, ohne dass sie selbst gefressen werden. Wenn die Fische genug haben, warnen sie die Putzergarnelen in der Regel durch bestimmte Zuckungen oder Bewegungen. Daraufhin verlassen die Garnelen den Fisch. Diese Eigenheit der Weißband-Putzergarnele macht es leicht, sie in einem Meerwasseraquarium zu pflegen, denn sie beschädigt keine Mitinsassen, wie das manche andere Garnelen tun, und sind leicht zu ernähren, wenn man ihnen zum Beispiel Futtertabletten anbietet, vor allem auch solche, die man an die Aquarienscheiben kleben kann. Sonst nehmen sie sich der bei der Fütterung anfallenden Rest an, sind aber keine Straßenfeger. In ihren Trieb, an allem herumzuklettern und auf Freßbares zu untersuchen, können sie sogar auf die ihnen entgegengestreckte Hand kriechen und hier nach Futter suchen!

Wichtig für das Einsetzen von Lysmata amboinensis ins Meeresaquarium ist aber das Angleichen des Transportwassers an das Aquarienwasser, nicht nur wegen der Temperatur, sondern vor allem des möglicherweise unterschiedlichen Chemismus wegen. Am besten ist es, wenn man das mit der Tropfmethode macht, bei der man das Aquarienwasser tropfenweise durch einen kleinen Schlauch mit Schlauchklemme in den Transportbeutel mischt.

Als Einrichtung braucht man Aufbauten, die Spalten und Höhlungen besitzen oder bieten, denn zu Anfang wird sich die Weißband-Putzergarnele schnell verstecken, bis sie sich in der neuen Umgebung heimisch fühlt. Dann aber sieht man sie auch in den Tagesstunden umherwandern. Alle Höhlen sollten so angebracht sein, dass man in sie zu Kontrollen hineinsehen kann. Da sich Garnelen, wie alle Krebse, von Zeit zu Zeit häuten, sind sie danach fast ungeschützt, bis sich der neue Panzer erhärtet hat. Zu dieser Zeit ziehen sich die Garnelen in Verstecke zurück, um sich so vor Freßfeinden zu schützen. Man findet dann den abgestreiften, leeren Panzer, der Exuvie genannt wird, irgendwo im Aquarium und bekommt zu Anfang immer einen Schreck, weil man zunächst glaubt, seine Garnele tot vor sich zu haben.

Für alles, was Sie für die Pflege der Weißband-Putzergarnele benötigen, setzen Sie sich mit unserem sachverständigen Kölle-Zoo-Team in Verbindung, das Ihnen im Kölle-Zoo gern beratend zur Seite steht.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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