Steckbrief

Zwergfadenfisch

FamilieBelontiidae, Labyrinthfische
VorkommenNordostindien
GrößeBis etwa 5 cm
pH-WertUm 7
WasserhärteBis 12 °dGH
PflegeNicht schwierig in gut bepflanzten und mit Schwimmpflanzen besetzten Aquarien ab 40 cm Länge. Keine stürmischen Begleitfische, die an den langen, fadenartigen Bauchflossen fressen.
Wassertemperatur22 - 28 °C genügen, nicht zu warm halten
NahrungAllesfresser; nimmt auch gern Flocken- und Trockenfutter. Liebt Mückenlarven.
Zwergfadenfisch

Zwergfadenfisch

Colisa lalia

Einer der schönsten Aquarienfische ist der aus dem nordöstlichen Indien stammende Zwergfadenfisch, Colisa lalia. Schon bei seiner Ersteinführung 1903 löste er Begeisterung aus. Die schöne Färbung ist allerdings nur beim Männchen zu sehen, dagegen erscheinen die Weibchen ausgesprochen bescheiden gefärbt.

Ausgewachsene Männchen können etwa 5 cm groß werden, die Weibchen bleiben kleiner. Zur Pflege eignen sich sogar kleine Aquarien, wenn man nur ein einziges Pärchen pflegt, aber besser ist es, ein mindestens 60 Zentimeter langes Becken zu wählen, das nicht einmal hoch zu sein braucht, sondern es genügen 30 cm Höhe vollauf. Als Labyrinthfische holen sie von der Wasseroberfläche atmosphärische Luft, dem sie unter den Kiemendeckeln in ihrem reich durchbluteten, feinhäutig ausgekleideten Labyrinth den Sauerstoff zum atmen entziehen. Wenn sie an der Wasseroberfläche Luft aufnehmen, geben sie kurz vor Erreichen der Wasseroberfläche die veratmete Luft ab oder sie tun das gleichzeitig mit dem Luftschnappen.

Zur Einrichtung gehören neben den üblichen Wasserpflanzen auch Schwimmpflanzen, die man ihnen in Form von Schwimmfarnen oder Riccia anbietet. Zwischen diesen und mit Unterstützung durch diese Pflanzen stellt das Männchen aus mit "Speichel" umhüllten Luftblasen ein kleine Schaumnest her. Während dieser Tätigkeit duldet es sein Weibchen genauso wenig in der Nähe wie andere Fische. Unermüdlich verschluckt es atmosphärische Luft und spuckt sie in Bläschen wieder aus, bis das kleine Schaumgebilde etwas über den Wasserspiegel steht. Erst jetzt versucht das Männchen, das Weibchen unter das Schaumnest zu treiben oder zu locken. Hier umschlingt das Männchen sein Weibchen und dreht es auf den Rücken. Nun gibt das Weibchen kleine weißliche Eier ab, und das Männchen gleichzeitig seine Spermien zum Befruchten der aufsteigende Eier. Danach lösen sich die Tiere, und absinkende Eier werden vom Männchen gesammelt und unter dem Nest in den Schaum gespuckt. Hier schützt sie der Schaum, weil in der Umhüllung der Blasen Stoffe sind, die ein Bakterien- und Schimmelbefall verhindern. Wenn alle Eier in mehrere Paarungen abgelaicht sind, wird das Weibchen vertrieben, und das Männchen übernimmt die Pflege der Eier. Je nach Temperatur schlüpfen die Larven in wenigen Tagen und hängen dann unter dem Nest, vom Männchen bewacht. Sobald sie fertig zu Jungfischen entwickelt sind, schwärmen sie aus, und nun endet die Brutpflege nach einigen vergeblichen Versuchen des Männchens, die Jungen zusammenzuhalten.

Zwar bauen die Colisa lalia auch in Gesellschaft und größeren Aquarien, aber Jungfische werden kaum heranwachsen, weil alle Mitinsassen an ihnen Geschmack finden.

An das Wasser stellen die Colisa keine Ansprüche, doch sie lieben guten und teils dichten Pflanzenwuchs. Als Futter nehmen sie buchstäblich alles, was in ihr Maul paßt, ganz gleich ob Lebendnahrung oder Flocken- und Tablettenfutter. Auch in der Natur sind es keine Gruppenfische, sondern sind auf Abstand bedacht.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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