Was macht man mit dem Algenwuchs?

In jedem Aquarium werden im Laufe der Zeit Algen erscheinen, die auch zu einer großen Plage werden können, wenn sie entweder das Wasser grün färben oder aber nicht nur die Scheiben, sondern auch Pflanzen und Dekorationen überwuchern. Über dieses Kapitel kann man Bücher füllen, denn Algen sind nicht nur vielgestaltig, sondern auch artenreich. Stellt man eine mit Wasser gefülltes Glas in die Sonne, erscheinen die Algen, denn ihre Sporen werden durch die Luft heranbefördert. Wenn man sie bekämpfen will, dann kommt es auch darauf an, um welche Algen es sich handelt, denn nicht jede Algenart reagiert auf jedes Algenbeseitigungsmittel.

Am einfachsten zu erkennen und zu bestimmen sind die Fadenalgen, die in sehr dünnen grünen Fäden wachsen und dann auch richtige Knäuel bilden können. Sie zu entfernen ist einfach, wenn man einen rauhen Stab nimmt und die Algen mit ihm aufwickelt. Andererseits hat man die Beobachtung gemacht, dass bei Vorhandensein von Fadenalgen manche andere Algenarten kaum oder gar nicht erscheinen. Gerade diese Fadenalgen können auch sehr gut als Ablaichsubstrat dienen, aber es gibt bessere Substrate. 

Eine andere Gruppe der im Aquarium häufig auftretenden Algen sind die kurzfädigen, die sich gern auf Blättern und Dekorationen ansiedeln. Nicht dass Sie denken, es handele sich dabei um eine einzige Art, nein, es sind mehrere teils schwer zu bestimmende. Sie kann man mit den für den Aquarianer entwickelten Mitteln ganz gut bekämpfen. In sehr hartnäckigen Fällen sollte man auch die Beleuchtung ändern, denn Algen reagieren mitunter ziemlich schnell auf Veränderungen des ins Aquarium einfallenden Lichtes.

Die einzelligen Algen sind die, die sich kaum festsetzen, sondern im Aquarium - aber auch in der Natur - das Wasser grün färben. Man nennt solches Geschehen "Wasserblüte". Auch sie kann man mit chemischen Mitteln bekämpfen und durch Lichtveränderungen. Wichtig ist bei der Wasserblüte, dass man das Wasser bei geöffneten Deckscheiben des Aquariums auf seinen Geruch überprüft. Riecht es würzig, ist es gut, riecht es aber nach Gurken, dann sollte man schnell eingreifen.

Während der Algenbekämpfung nicht mit Teilwasserwechseln arbeiten, also einen Teil des Aquarienwassers abziehen und durch frisches ersetzen. Darauf warten manche Algen nur, um nun verstärkt weiter zu wachsen!

Alle bisher hier genannten Algenarten sind sogenannte Grünalgen, die bei starker Beleuchtung sehr stark Sauerstoff an das Wasser abgeben und dadurch sauerstoffreicher machen. Das ist zwar für das Wasser gut, aber nicht für den Anblick des Aquariums. Schnell sind die Aquarienscheiben nicht mehr durchsichtig, und das ist ja nicht unbedingt der Sinn des Aquariums. Aber solche Algenbeläge kann man mit Hilfe eines sogenannten Scheibenreinigers oder eines Algenmagneten mechanisch entfernen. Der Scheibenreiniger arbeitet in der Regel mit einer Klinge. Beim Algenmagneten reinigt man die Scheibe, indem man von innen im Aquarium den reinigenden Teil durch einen Magneten von außen bewegt und über die Scheibe zieht

Auf der Abbildung oben sehen Sie nur einen Teil der im Kölle-Zoo angebotenen Hilfsmittel zur Algenbekämpfung. Beachten Sie immer, dass nicht nur das Licht, sondern auch die Wasserqualität eine Rolle beim Algenwachstum spielt. Wenn Sie ihrer Algenplage nicht Herr werden, dann wenden Sie sich vertrauensvoll an unsere ausgebildeten Fachleute im Kölle-Zoo-Team. Sie stehen Ihnen mit Rat und Tat immer zur Seite. Am besten ist es, sie nehmen ein verschließbares Gläschen, tauchen es unter Wasser ins Aquarium, füllen es so und verschließen es unter Wasser. Damit gehen Sie zum Kölle-Zoo. Wo unsere Experten eine Wasseruntersuchung vornehmen und so auf die Ursache schließen können.

Algen sehen nicht nur grün aus, sondern können auch blau, braun, rot oder anthrazitfarben sein. Am häufigsten wird der Aquarianer mit den sogenannten "Braunalgen" konfrontiert, die in Wirklichkeit zu den Kieselalgen gehören und die sich gern auf Dekorationsmaterialien, besonders auffällig aber auf den Aquarienscheiben ansiedeln. Ganz allgemein handelt es sich beim Erscheinen der "Braunalgen" um einen Lichtmangel. Und dazu kommt dann meistens noch eine schlechte Wasserqualität. Man sieht dann auch, dass besonders lichtbedürftige Wasserpflanzen im Aquarium entweder nur noch schlecht wachsen oder sogar zurückgehen. Dann ist es höchste Zeit mit Hilfe von Algenbekämpfungsmitteln den "Braunalgen"wuchs zu dämpfen. Genauso wichtig ist es aber auch, die Beleuchtung zu verstärken. Ein Grund dafür, dass der Lichtanteil zurückgegangen ist, liegt darin, dass die Lampen in der Beleuchtungskappe zu alt sind und deshalb ihre Leuchtkraft vermindert haben und deshalb ausgewechselt werden müssen. Unser Auge kann die nachlassende Leuchtkraft zunächst kaum erkennen, aber "Braunalgen"wuchs zeigt es uns. Kieselalgen sehen unter dem Mikroskop in manchen Arten ausgesprochen hübsch aus. Da Kieselalgen mineralische Bestandteile haben, kann sie auch fühlen, wenn man über von ihnen befallene Gegenstände, Blätter oder Scheiben mit dem Finger streift; es fühlt sich nicht schmierig, sondern rauh an. Man kann mit einem Scheibenreiniger die Algen an den Beckenscheiben zwar entfernen, aber nicht von den Blättern oder Dekorationen.

Wenn Sie der "Braunalgen"plage nicht Herr werden, wenden Sie sich an unser Experten-Team im Koelle-Zoo, das Sie über möglichen Lampenwechsel oder Lichtveränderungen und Algenbekämpfungs- und Wasseraufbereitungsmittel beraten wird.

Wussten Sie schon?

... dass es auch Fische gibt, die sich vorwiegend von Algen ernähren? Im Kölle-Zoo finden Sie einige dieser spezialisierten Arten. Eine Art hat sogar als Bezeichnung den Namen "Putzfrau" bekommen und heißt lateinisch Gyrinocheilus aymonieri. Aber auch eine Reihe von Flossensaugern und von Welsen ernähren sich von Algen als sogenanntem Aufwuchs.

Dass die echten Braunalgen vor allem im Meer leben, und zwar in oft gewaltigen Beständen? Man bezeichnet sie als Tange, wie etwa den Blasentang oder den riesigen Kelp. Sie bieten Fischen und Niederen Tieren Unterschlupf und manche Braunalgen werden auch gegessen.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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